„Maschendrahtzaun“-Legende Regina Zindler im Alter von 78 Jahren gestorben
Regina Zindler, „Maschendrahtzaun“-Ikone, mit 78 verstorben

Regina Zindler, die durch den Stefan-Raab-Song „Maschendrahtzaun“ berühmt wurde, ist tot. Wie die „Bild“-Zeitung berichtet, starb die 78-Jährige am 5. Mai in Zwickau an den Folgen einer schweren Krebserkrankung. Die Urnenbeisetzung fand bereits Ende Mai auf dem Hauptfriedhof der sächsischen Stadt statt.

Vom Gerichtssaal zum Chartstürmer

Bekannt wurde die Hausfrau aus Sachsen im Jahr 1999 durch einen Auftritt in der Sat.1-Gerichtsshow „Richterin Barbara Salesch“. Dort stritt sie mit einem Nachbarn über einen Knallerbsenstrauch, der über ihren Maschendrahtzaun gewuchert war und diesen angeblich hatte rosten lassen. Besonders ihre sächsische Aussprache des Wortes „Maschendrahtzaun“ sorgte für Lacher und machte sie zur Kultfigur.

Der Fall ging für Zindler zwar verloren, doch der TV-Ausschnitt wurde zum Medienereignis. Entertainer Stefan Raab griff die Szene in seiner Sendung „TV total“ auf und veröffentlichte den Song „Maschendrahtzaun“, der mehrere Wochen auf Platz eins der deutschen Charts stand.

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Ruhm und seine Schattenseiten

Die plötzliche Popularität hatte für Zindler jedoch auch negative Folgen. Ihr Grundstück wurde von Schaulustigen belagert, es kam zu Sachbeschädigungen. „Meinen Briefkasten haben sie in die Luft gesprengt und meine Winterstiefel geklaut“, erzählte sie in einem Interview. Ein Vorfall landete sogar vor Gericht: Sie hatte einen Mann, der an ihrem Zaun Videoaufnahmen machte, als „Sauhund“ bezeichnet und mit Steinen beworfen.

Zindler versuchte sich im Showbusiness und veröffentlichte das Album „Frieden am Zaun“. Zeitweise zog sie nach Berlin, kehrte aber nach Sachsen zurück. In einem Interview 2014 erklärte sie, mit dem Medienrummel abgeschlossen zu haben. Stefan Raab gegenüber hegte sie keinen Groll: „Der hat ja nur sein Lied gemacht. Ich hab damals mein Einverständnis gegeben“, sagte sie der „Bild am Sonntag“. An jeder der 750.000 verkauften Platten habe sie zehn Pfennig verdient.

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