Schüsse auf Firmengebäude in Berlin-Wilmersdorf – Polizei ermittelt
Schüsse auf Firmengebäude in Berlin-Wilmersdorf

In Berlin-Wilmersdorf sind erneut Schüsse abgefeuert worden. Die Polizei entdeckte Einschusslöcher an einem Firmengebäude und einem davor geparkten Pkw. Ein Mitarbeiter bemerkte die Schäden am Mittag und alarmierte die Einsatzkräfte. Die Beamten sicherten Patronenhülsen. Verletzt wurde nach bisherigen Erkenntnissen niemand. Täter und Hintergründe sind noch unklar. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen übernommen. Ein Polizeisprecher erklärte, es werde geprüft, ob die Sondereinheit „Ferrum“ des Landeskriminalamts (LKA) zuständig sei.

Hintergrund: Sondereinheit „Ferrum“ gegen Schusswaffenkriminalität

Die Einheit „Ferrum“ wurde im Herbst 2025 als Reaktion auf eine deutliche Zunahme von Schusswaffenkriminalität gegründet. Kurz darauf folgte die Ermittlungsgruppe „Telum“ der Staatsanwaltschaft. Beide Gruppen arbeiten eng zusammen und gehen verstärkt gegen organisierte Kriminalität vor. Im Fokus stehen Banden, deren Anführer von der Türkei aus agieren und türkisch- und kurdischstämmige Ladeninhaber in Berlin und anderen Städten bedrohen, um hohe Geldsummen zu erpressen.

Erfolge der Sondereinheit: Waffen und Haftbefehle

Seit Bestehen von „Ferrum“ wurden nach Polizeiangaben vom 22. Juni mehr als 50 scharfe Schusswaffen, über 800 Schuss Munition und zahlreiche weitere gefährliche Gegenstände sichergestellt. In 54 Fällen wurden Haftbefehle erlassen. Insgesamt gibt es inzwischen rund 460 Ermittlungsverfahren. Ob der Fund einer scharfen Waffe in Neukölln mit diesen Fällen zusammenhängt, ist fraglich. Polizisten stellten die Waffe samt Munition am Freitag im Anita-Berber-Park sicher, als sie mutmaßliche Drogendealer beobachteten. Die Waffe war unter einem Baumstamm versteckt.

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