Bluttat am Gymnasium: 16-Jähriger in Untersuchungshaft
Nach der Gewalttat an einem Gymnasium in Schongau (Bayern) befindet sich der mutmaßliche Täter (16) in einer Justizvollzugsanstalt in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm versuchten Mord in zwei Fällen vor. Am Mittwoch soll der Jugendliche zunächst geschossen und dann mit einem Messer auf zwei 13-jährige Mädchen eingestochen haben, die schwere Verletzungen am Oberkörper erlitten. Die beiden Schülerinnen wurden in Krankenhäuser gebracht und schweben nach Angaben der Behörden nicht mehr in Lebensgefahr.
Ermittlungen zur Tatwaffe: Stammt sie aus dem 3D-Drucker?
Ein zentraler Aspekt der Ermittlungen ist die Schusswaffe, mit der der 16-Jährige einen Schuss abgab, bevor sie blockierte. Die Polizei prüft, ob es sich um eine per 3D-Druck hergestellte Waffe handelt. Solche Waffen sind oft schwer zu erkennen und können ohne Registrierung hergestellt werden. Die genaue Herkunft der Waffe ist noch unklar, die Ermittlungen dauern an.
Täter war den Behörden bekannt
Der 16-jährige Kroate war den Sicherheitsbehörden bereits bekannt. Die Staatsanwaltschaft München II hatte wegen zwei Vorfällen aus dem Jahr 2025 gegen ihn ermittelt. Damals soll er Mitschüler bedroht und in sozialen Netzwerken Amokläufe verherrlicht haben. „Zu keinem Zeitpunkt lagen Haftgründe vor“, erklärten Polizei und Staatsanwaltschaft. Der Jugendliche war selbst Schüler am Welfen-Gymnasium in Schongau und befand sich zeitweise in psychiatrischer Behandlung. Zu Motiv und Tathergang schweigen die Ermittler bisher.
Großeinsatz mit über 300 Rettungskräften
Nach der Tat waren zwischenzeitlich über 300 Rettungs- und Einsatzkräfte im und am Gymnasium in Schongau im Einsatz. Spezialkräfte des Unterstützungskommandos (USK) stürmten die Schule. Die beiden verletzten Mädchen wurden umgehend medizinisch versorgt. Die Polizei hat die Ermittlungen intensiviert und sucht nach weiteren Zeugen.



