Fast 3000 Kinder haben sich für das neue Schuljahr an den Gymnasien und Integrierten Sekundarschulen (ISS) im Berliner Bezirk Lichtenberg angemeldet. Das Schul- und Sportamt Lichtenberg teilte auf Tagesspiegel-Anfrage mit, dass allen Kindern aus dem Bezirk, die auch in Lichtenberg zur Schule gehen wollten, ein Platz angeboten werden konnte – wenn auch nicht unbedingt an der Wunschschule. Insgesamt lagen dem Amt bei Versand der Bescheide 2936 Anmeldungen vor.
Hoher Andrang auch aus Nachbarbezirken
Der Andrang auf die weiterführenden Schulen in Lichtenberg war in diesem Jahr besonders groß. Nicht nur Kinder aus dem Bezirk selbst, sondern auch viele aus benachbarten Bezirken wie Marzahn-Hellersdorf oder Friedrichshain-Kreuzberg bewarben sich um die begehrten Plätze. Um allen Lichtenberger Kindern gerecht zu werden, mussten einige Schulen Extra-Klassen öffnen. Drei Sekundarschulen waren besonders gefragt: das Immanuel-Kant-Gymnasium, die Schule am Tierpark und die Barnim-Oberschule.
Extra-Klassen als Lösung
Die zusätzlichen Klassen wurden eingerichtet, um die hohe Nachfrage zu bewältigen. Nach Angaben des Schulamts konnten so alle Kinder aus Lichtenberg versorgt werden, die einen Platz im Bezirk wünschten. Allerdings bedeutete dies für einige Schulen eine deutliche Erhöhung der Klassenzahl, was logistische Herausforderungen mit sich brachte. Die genauen Zahlen, wie viele Extra-Klassen pro Schule eingerichtet wurden, nannte das Amt nicht.
Überblick über die Anmeldezahlen
Die 2936 Anmeldungen verteilten sich auf insgesamt 16 weiterführende Schulen im Bezirk, darunter neun Gymnasien und sieben ISS. Die durchschnittliche Anmeldezahl pro Schule lag bei rund 183, wobei die Spannweite von knapp unter 100 bis über 400 reichte. Die drei Spitzenreiter – Immanuel-Kant-Gymnasium, Schule am Tierpark und Barnim-Oberschule – verzeichneten jeweils mehr als 300 Anmeldungen. Das Schulamt betonte, dass die Platzzahl an den Schulen grundsätzlich ausreiche, um alle Lichtenberger Kinder aufzunehmen, auch wenn die Präferenzen nicht immer erfüllt werden könnten.
Eltern in Sorge um Schulwahl
Viele Eltern hatten sich im Vorfeld Sorgen gemacht, ob ihr Kind einen Platz an der gewünschten Schule bekommt. Die hohe Nachfrage, insbesondere an den beliebten Gymnasien, führte zu Unsicherheit. Das Schulamt versicherte jedoch, dass alle Kinder aus dem Bezirk einen Platz erhalten hätten – notfalls auch an einer weniger nachgefragten Schule. Für Familien aus anderen Bezirken, die einen Platz in Lichtenberg anstrebten, war die Situation schwieriger: Sie hatten nur dann eine Chance, wenn nach der Versorgung aller Lichtenberger Kinder noch Plätze frei waren.
Ausblick auf das kommende Schuljahr
Die Entwicklung zeigt, dass die Nachfrage nach Schulplätzen in Lichtenberg weiter steigt. Das Schulamt kündigte an, die Kapazitäten langfristig zu prüfen und gegebenenfalls weitere Maßnahmen zu ergreifen, um dem Andrang gerecht zu werden. Dazu könnten der Ausbau bestehender Schulen oder die Planung neuer Standorte gehören. Für das laufende Anmeldeverfahren sind die Bescheide bereits verschickt worden; die Eltern haben nun Zeit, die Angebote anzunehmen oder Widerspruch einzulegen.



