Der Deutsche Wetterdienst (DWD) rechnet für den Nachmittag und Abend des 17. Juli 2026 mit teils schweren Gewittern und Starkregen in Berlin und Brandenburg. Nach sommerlicher Hitze bringen Wind und kräftiger Regen Abkühlung, lokal sind Hagel und schwere Sturmböen möglich.
Wetterberuhigung am Mittag, dann neue Gewitter
Nachdem am Mittag die letzten Vormittagsgewitter im Osten Brandenburgs abgezogen sind, gibt es zunächst eine Wetterberuhigung, bevor sich am Nachmittag wieder Schauer und Gewitter bilden, wie ein DWD-Meteorologe sagte. „Die können sehr kräftig sein.“
Der DWD geht von Hagel, Starkregen und schweren Sturmböen aus, die sich von Westen nach Osten verschieben. In der Westhälfte Brandenburgs beginne es am frühen Nachmittag, in Berlin bleibe es bis etwa 16:00 Uhr relativ ruhig, die Osthälfte Brandenburgs sei dann am Abend und in der ersten Nachthälfte betroffen, sagte der Sprecher.
Bis zu 60 Liter Regen pro Quadratmeter möglich
25 bis 40 Liter pro Quadratmeter innerhalb einer Stunde könne es regnen, lokal könne es mit bis zu 60 Litern pro Quadratmeter sogar „extrem heftigen Starkregen“ geben, sagte der DWD-Sprecher. Dies sei aber der „worst case“, also der schlimmste Fall, der nur sehr vereinzelt auftrete.
Schwere Sturmböen und orkanartige Böen erwartet
Die schweren Sturmböen könnten Geschwindigkeiten von 80 bis 100 Kilometer pro Stunde erreichen, teils könne es sogar orkanartige Böen bis 110 Kilometer pro Stunde geben. Die stärksten Böen sollen voraussichtlich am späten Nachmittag und Abend im Süden Brandenburgs auftreten, sagte der Sprecher.
Wenn der Wind mit Stärke 10 auf belaubte Bäume treffe, gebe es ein höheres Risiko, dass Äste abbrechen, sagte der DWD-Sprecher. Durch die Blätter bieten die Bäume mehr Angriffsfläche, außerdem sei es mit anhaltend hohen Temperaturen ohne wiederholte, breitflächige Niederschläge zuletzt tendenziell trocken gewesen. Die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) warnte vor herunterfallenden Ästen in den Parks.
Temperaturen und Ausblick auf das Wochenende
Die Temperaturen steigen zunächst noch auf 28 bis 30 Grad. In der Nacht zum Samstag ziehen die Gewitter den Wetterexperten zufolge langsam nach Osten ab, örtlich kann es aber weiter kräftig regnen und gewittern.
Am Samstag beruhigt sich das Wetter den Angaben nach wieder. Nach einem wolkigen Start lockert es im Tagesverlauf zunehmend auf und es bleibt meist trocken. Mit 22 bis 25 Grad wird es im Vergleich zu Freitag deutlich kühler. Dazu weht vor allem in der Nordhälfte Brandenburgs bis in den Berliner Raum zeitweise ein frischer West- bis Nordwestwind mit Windböen. Auch der Sonntag verläuft wechselhaft. Bei 20 bis 22 Grad regnet es gebietsweise, vereinzelt sind kurze Gewitter möglich.



