In Hamburg erleben die Störche in diesem Jahr einen außergewöhnlichen Baby-Boom. Bereits über 100 Jungtiere sind geschlüpft, wie der ehrenamtliche Storchenbetreuer Jürgen Pelch mitteilt. Der 72-Jährige kümmert sich seit 50 Jahren um die gefiederten Bewohner der Hansestadt und wird liebevoll als „Storchen-Flüsterer“ bezeichnet.
Ein Leben für die Störche
Pelch begann seine Tätigkeit als Storchenvater im Jahr 1974. Damals gab es in Hamburg nur wenige Storchenpaare. Heute ist die Population deutlich gewachsen. „In diesem Jahr haben wir bereits über 100 Jungstörche gezählt, und es werden noch mehr“, berichtet Pelch stolz. Er überwacht die Nester, kümmert sich um verletzte Tiere und sorgt dafür, dass die Jungvögel gut gedeihen.
Warum Hamburg ein Paradies für Störche ist
Die Hansestadt bietet ideale Bedingungen für die Weißstörche. Die Nähe zur Elbe und zu den zahlreichen Feuchtgebieten sorgt für reichlich Nahrung. Zudem gibt es viele geeignete Nistplätze auf Dächern und Masten. Pelch hat im Laufe der Jahre viele Nisthilfen installiert und repariert. „Die Störche fühlen sich hier wohl, das zeigt der Baby-Boom“, erklärt der Ehrenamtler.
- Über 100 Jungstörche sind in dieser Saison geschlüpft.
- Jürgen Pelch engagiert sich seit 50 Jahren für den Storchenschutz.
- Hamburg bietet optimale Lebensbedingungen für die Tiere.
Ehrenamtlicher Einsatz wird belohnt
Pelch verbringt täglich mehrere Stunden mit der Betreuung der Störche. Er notiert akribisch die Entwicklung der Jungvögel und meldet die Daten an die Vogelschutzwarte. „Es ist eine Herzensangelegenheit für mich“, sagt er. Die Stadt Hamburg unterstützt seine Arbeit mit Material und finanziellen Mitteln. Der Baby-Boom ist für Pelch der Lohn für jahrzehntelangen Einsatz.
Die Jungstörche werden in den nächsten Wochen flügge und machen sich dann auf den Weg in den Süden. Pelch hofft, dass viele von ihnen im nächsten Jahr nach Hamburg zurückkehren, um selbst zu brüten. „Dann geht der Kreislauf von vorne los“, freut er sich.



