Das Sommerwetter hat an diesem Wochenende wieder zahlreiche Menschen an Badeseen und Flüsse gelockt. Doch für mehrere Schwimmer endete der Ausflug tragisch. In der Gemeinde Groß Kummerfeld in Schleswig-Holstein ist am Samstagabend eine 13-Jährige in einem Baggersee ertrunken.
Einsatz in Groß Kummerfeld
Zunächst rückten Rettungskräfte wegen einer vermissten 14-Jährigen an den See im Kreis Segeberg aus. Die Jugendliche wurde wenig später mit einer Alkoholvergiftung vorgefunden und in ein Krankenhaus eingeliefert, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Vor Ort wurde festgestellt, dass die 13-jährige Freundin des Mädchens verschwunden war. Erst zwei Stunden später die traurige Gewissheit: Die Jugendliche konnte nur noch tot geborgen werden. Ob sie ebenfalls betrunken war, wird nun ermittelt.
Weitere Unglücke am Wochenende
Bereits in der Nacht auf Samstag kam es auch in Bremen zum Unglück: Zwei Freunde versuchten, die Weser zu durchschwimmen. Während der eine das Ufer erreichte, verschwand der andere im Fluss. Die Suche nach dem 18-Jährigen blieb bislang ohne Erfolg.
Am Binsfeldsee in Speyer (Rheinland-Pfalz) kam es am frühen Samstagnachmittag zu einem dramatischen Einsatz. Gegen 14.20 Uhr ging ein 37-Jähriger beim Baden unter, tauchte nicht mehr auf. Trotz des stundenlangen Einsatzes von Tauchern wurde der Mann nicht gefunden. Nun ermittelt die Kriminalpolizei, die Stadt sprach vorsorglich ein Badeverbot aus.
Nur wenige Stunden später der nächste Einsatz. Im niederbayerischen Wörth an der Isar geriet eine 75-Jährige beim Baden in einem See in Not. Obwohl sie eine Schwimmhilfe für Erwachsene benutzte und noch auf ihre Lage aufmerksam machen konnte, ging sie unter. Ersthelfer brachten die Frau an Land und versuchten sofort, sie wiederzubeleben – doch vergeblich.
Trauriger Rekord: 99 Badetote im Juni
Unterdessen gab die DLRG bekannt, dass im vergangenen Juni bundesweit mindestens 99 Menschen ertrunken sind – so viele wie seit 2003 nicht mehr. Damals wurden 107 Badetote im Monat Juni gezählt. DLRG-Präsidentin Ute Vogt: „Der tragische Start in die Badesaison gibt Anlass zur Sorge, dass bei weiteren Hitzewellen im Hochsommer erneut viele Menschen ihr Leben im Wasser verlieren könnten.“



