Im Jahr 2025 lebten rund 17,3 Millionen Menschen in Deutschland allein. Das entspricht gut jeder fünften Person (20,9 Prozent), wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Damit bleibt die Zahl nahezu stabil im Vergleich zu 2024 (17,4 Millionen), ist jedoch in den letzten zwei Jahrzehnten deutlich gestiegen.
Anstieg um 22,3 Prozent seit 2005
Seit 2005 ist die Zahl der Alleinlebenden um 22,3 Prozent gestiegen. Damals lebten knapp 14,2 Millionen Menschen allein, ihr Anteil an der Bevölkerung lag bei 17,3 Prozent. Der aktuelle Wert liegt damit deutlich über dem EU-Durchschnitt von 16,5 Prozent.
Besonders viele Ältere leben allein
In der Altersgruppe ab 65 Jahren wohnte 2025 gut jede dritte Person (34,4 Prozent) allein. Bei den über 85-Jährigen war es sogar mehr als die Hälfte (55,8 Prozent). Aber auch junge Erwachsene zwischen 25 und 34 Jahren leben überdurchschnittlich häufig allein: Ihr Anteil lag bei 28,7 Prozent.
Frauen häufiger alleinlebend als Männer
Frauen leben mit 21,5 Prozent etwas häufiger allein als Männer mit 20,4 Prozent. Der Unterschied ist jedoch gering.
Großstädte mit höchstem Anteil
Der Anteil Alleinlebender steigt mit der Gemeindegröße. In Großstädten ab 100.000 Einwohnern lebt gut ein Viertel (25,9 Prozent) der Bevölkerung allein. In mittelgroßen Gemeinden (20.000 bis 100.000 Einwohner) sind es 20,6 Prozent, in kleinen Gemeinden unter 20.000 Einwohnern nur 17,2 Prozent.
Deutschland über EU-Schnitt
Der Anteil der Alleinlebenden in Deutschland liegt mit 20,9 Prozent deutlich über dem EU-Durchschnitt von 16,5 Prozent. Das Statistische Bundesamt erklärte: „Je größer der Wohnort, desto höher ist der Anteil alleinlebender Menschen an der Einwohnerschaft.“



