25 Persönlichkeiten, die die USA prägten – 250 Jahre Geschichte
25 Persönlichkeiten, die die USA prägten

Einleitung: Mehr als Donald Trump

Die USA feiern 250 Jahre Unabhängigkeit. Donald Trump möchte die Feierlichkeiten dominieren – mit Reisepässen, die sein Gesicht zeigen, sowie einer Ein-Dollar-Münze und einem 250-Dollar-Schein mit seinem Porträt. Doch die amerikanische Geschichte ist reicher als ein einzelner Präsident. 25 Menschen aus 25 Jahrzehnten, von 1776 bis 2026, haben die USA und die Welt geprägt.

Thomas Jefferson: Der Widerspruch der Freiheit

Am 4. Juli 1776 verfasste Thomas Jefferson die Unabhängigkeitserklärung. „Wir halten diese Wahrheiten für selbstverständlich, dass alle Menschen gleich geschaffen sind“, heißt es darin. Doch Jefferson besaß etwa 200 Sklaven. Einer von ihnen, James Hemings, brachte angeblich Macaroni and Cheese in die USA. Die Geschichte der USA ist von Anfang an von Rassismus geprägt.

Eli Whitney und die Baumwollrevolution

1793 erfand Eli Whitney die Entkörnungsmaschine. Ein Sklave konnte damit 20 Kilogramm Baumwolle pro Tag entkernen – 50-mal so viel wie von Hand. Die Maschine führte jedoch zu mehr Sklavenarbeit, da die Nachfrage nach Baumwolle stieg.

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Sacagawea: Die indigene Heldin

1804 erkundeten Forscher den neu gekauften „Wilden Westen“. Sacagawea, eine indigene Teenagerin, half als Übersetzerin und Heilkräutersammlerin. Sie wird heute als Heldin verehrt – auch aus schlechtem Gewissen wegen der Vertreibung der Ureinwohner.

Francis Scott Key und die Nationalhymne

1814 erlebte der Dichter Francis Scott Key die Bombardierung Baltimores. Im Morgengrauen sah er die amerikanische Flagge wehen und schrieb das Gedicht, das später zur Nationalhymne wurde: „O! say can you see / by the dawn’s early light“.

James Monroe und die Monroe-Doktrin

Präsident James Monroe verkündete 1823 die Monroe-Doktrin: Europäer sollten sich aus Amerika heraushalten. Donald Trump berief sich darauf, als er den venezolanischen Präsidenten entführen ließ und Grönland drohte.

Samuel Colt: Der Revolver, der die Waffenliebe prägte

1836 patentierte Samuel Colt den Revolver – fünf Schüsse hintereinander. Heute kommen auf 100 US-Amerikaner 120 Schusswaffen. Der Colt wurde im Western zum Star, forderte aber viele Opfer in Kriegen gegen Indigene und im Bürgerkrieg.

Nancy Johnson: Eiscreme für alle

1843 meldete Nancy Johnson eine Handkurbel-Eismaschine zum Patent an. Eiscreme war zuvor nur für Reiche erschwinglich. Ihre Erfindung machte die Süßspeise für fast jeden Haushalt zugänglich.

Harriet Tubman: Die Moses der Sklaven

Harriet Tubman floh 1849 aus der Sklaverei. Sie kehrte mehrmals zurück und schleuste rund 70 Versklavte in die Freiheit. Ihr Spitzname war Moses – nach dem biblischen Propheten.

Abraham Lincoln: Einheit und Freiheit

Abraham Lincoln führte die USA durch den Bürgerkrieg und trieb das Verbot der Sklaverei voran. Seine Rede von Gettysburg 1863 sprach von einer „Regierung des Volkes, durch das Volk, für das Volk“. Unter ihm entstand das Zwei-Parteien-System.

Sitting Bull und die Schlacht von Little Bighorn

1876 besiegte Sitting Bull mit mehreren Stämmen die US-Armee in der Schlacht von Little Bighorn. Der Goldrausch in den Black Hills hatte die Versprechen an die Lakota gebrochen.

Mark Twain: Huckleberry Finn und das N-Wort

Mark Twains Roman „Die Abenteuer des Huckleberry Finn“ (1884) enthält 219-mal das N-Wort. Das Buch löst bis heute Diskussionen aus: Der weiße Huck freundet sich mit dem schwarzen Jim an – ein Skandal zu jener Zeit.

Susan B. Anthony: Kämpferin für das Frauenwahlrecht

Susan B. Anthony hielt jährlich 75 bis 100 Vorträge für Frauenrechte. Sie vereinte die zerstrittenen Suffragetten 1890. Das Frauenwahlrecht wurde 1920 eingeführt – sie erlebte es nicht mehr.

Henry Ford: Das Auto für die Massen

Henry Ford gründete 1903 die Ford Motor Company. Das Modell T (1908) wurde zum Symbol der Massenmotorisierung: 1923 wurden über zwei Millionen produziert. Ford zahlte gute Löhne, aber die Fließbandarbeit war zermürbend. Er hetzte zudem gegen Juden.

Jim Thorpe: Der größte Athlet der Welt

Jim Thorpe, ein indigener Amerikaner, gewann 1912 Olympia-Gold im Fünf- und Zehnkampf. Der schwedische König nannte ihn „den größten Athleten der Welt“. Er war auch Profi in Baseball, Football und Basketball.

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Florence Kelley: Gegen Kinderarbeit

Florence Kelley kämpfte gegen Kinderarbeit. 1916 half sie, das Keating-Owen-Gesetz durchzusetzen, das den Verkauf von Produkten mit Kinderarbeit verbot.

Walt Disney: Träume werden wahr

Mit „Steamboat Willie“ (1928) schuf Walt Disney den ersten vertonten Trickfilm. Seine Botschaft: „Du kannst es schaffen, wenn du nur an dich glaubst.“ Das Disney-Imperium umfasst heute sechs Freizeitparks, acht Kreuzfahrtschiffe und unzählige Charaktere.

Lee Miller: Vom Model zur Kriegsfotografin

Lee Miller fotografierte für die „Vogue“ und dokumentierte die Befreiung von Paris und des KZ Buchenwald. Ihr berühmtestes Foto entstand am 30. April 1945: Sie selbst in Hitlers Badewanne.

Rosa Parks: Der Bus, der die Welt veränderte

Am 1. Dezember 1955 weigerte sich Rosa Parks, ihren Busplatz für einen Weißen freizumachen. Ihr Protest führte zu einem 382-tägigen Boykott und einem Urteil des Obersten Gerichtshofs, das die Diskriminierung in Bussen aufhob. Parks sagte: „Das Einzige, wovon ich müde war, war, immer nachzugeben.“

Dolores Huerta: „Sí, se puede“

1965 organisierte Dolores Huerta den Streik der Traubenpflücker in Kalifornien. Ihr Spruch „Sí, se puede“ inspirierte Barack Obamas „Yes, we can“.

Margaret Hamilton: Die Frau hinter der Mondlandung

Margaret Hamilton schrieb den Computercode für die Nasa-Mondmissionen. 1969 landeten erstmals Menschen auf dem Mond – auch dank ihrer Arbeit.

Steve Wozniak: Der Apple II für alle

Steve Wozniak entwickelte den Apple II (1977), den ersten PC für jedermann. Sein Traum: jeder sollte einen Computer besitzen.

Ruth Bader Ginsburg: Popstar am Supreme Court

Ruth Bader Ginsburg kämpfte für Gleichberechtigung. 1993 wurde sie ans Oberste Gericht berufen. Wegen ihres Intellekts und Stils wurde sie wie ein Popstar gefeiert.

Oprah Winfrey: Die einflussreichste Frau

Oprah Winfrey galt in den frühen 2000ern als „einflussreichste Frau der Welt“. Ihre Wahlempfehlung für Barack Obama trug zu dessen Sieg 2008 bei.

Serena Williams: Tennis aus Compton

Serena Williams dominierte das Tennis von 2013 bis 2015. Nike warb: „Mädchen aus Compton spielen nicht Tennis. Sie dominieren es.“

Bad Bunny: Vielfalt und Protest

Bad Bunny gewann 2026 drei Grammys und rief bei der Verleihung „ICE raus“. Er feierte die Vielfalt Amerikas in der Super-Bowl-Halbzeit-Show.