Antisemitismus in Brandenburg: Zahl der Fälle stagniert auf hohem Niveau
Antisemitismus in Brandenburg: Fälle stagnieren auf hohem Niveau

In Brandenburg stagniert die Zahl antisemitischer Vorfälle auf hohem Niveau. Das geht aus dem Jahresbericht der „Fachstelle Antisemitismus Brandenburg“ hervor, den der Staatssekretär im Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und gesellschaftlichen Zusammenhalt, Johannes Wagner, und der Vorstandsvorsitzende der Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus (KigA), Derviş Hızarcı, am Montag in Potsdam vorstellten.

Zahlen haben sich seit 2022 verdoppelt

Die dokumentierten Fälle von Antisemitismus in Brandenburg sind im Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert geblieben, liegen aber weiterhin auf einem hohen Niveau. Seit 2022 haben sich die Zahlen laut Bericht verdoppelt. Die KigA betreibt die mit 345.000 Euro jährlich aus Mitteln des „Toleranten Brandenburg“ geförderte Fachstelle im Auftrag des Landes Brandenburg.

Hintergrund und Kontext

Der Bericht zeigt, dass antisemitische Vorfälle in verschiedenen Bereichen auftreten, darunter in Schulen, im öffentlichen Raum und im Internet. Ein besonders besorgniserregender Trend sei die Zunahme von Holocaust-Leugnung in Geschichtsklausuren, so die Fachstelle. Staatssekretär Wagner betonte die Notwendigkeit weiterer Maßnahmen zur Bekämpfung von Antisemitismus: „Wir dürfen nicht nachlassen, gegen jede Form von Judenfeindlichkeit vorzugehen.“ Derviş Hızarcı ergänzte, dass die hohe Zahl der Fälle zeige, wie wichtig die Arbeit der Fachstelle sei.

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