Barclays-Chef warnt vor US-Aktienmärkten und lobt Deutschlands Reformen
Barclays-Chef warnt vor US-Aktien und lobt Deutschland

C. S. Venkatakrishnan, Chef der britischen Barclays-Bank, warnt vor den US-Aktienmärkten und zeigt sich zugleich optimistisch für Deutschland. In einem Gespräch mit den Finanzchefs Jakob Blume und Michael Maisch sagte der Banker: „Beim Blick auf die US-Aktienmärkte könnte man meinen, wir befänden uns in einem wirtschaftlich sehr guten Umfeld.“ Das sei jedoch nicht der Fall, weshalb das Absturzrisiko an den Märkten groß sei.

Anleihemärkte als Frühwarnsystem

Venkatakrishnan rät Anlegern, stattdessen auf die Anleihemärkte zu achten. Die Bondmärkte signalisierten in Verbindung mit dem Krieg im Nahen Osten Sorgen vor Inflation und einem Rückgang des Wirtschaftswachstums. „Die Anleihemärkte sind oft ein besserer Indikator für die wirtschaftliche Realität als Aktienkurse“, betonte er.

Deutschland auf Reformkurs

Deutlich freundlicher äußerte sich der Chef der nach HSBC zweitgrößten britischen Bank mit Blick auf Deutschland. „Ich bin überzeugt, dass die Regierung die tief liegenden Probleme des Landes in Angriff nimmt“, sagte Venkatakrishnan. Deutschland schaffe jetzt die Voraussetzungen, die das Land die kommenden drei Dekaden trügen – die Wachstumserwartungen seien intakt.

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Kapitalmärkte vertrauen Deutschland

Die Kapitalmärkte teilten diese Einschätzung, so der Banker. Risikokapital fließe wieder in großem Ausmaß ins Land, Finanzinvestoren beteiligten sich rege an Verkaufsprozessen wie den Abspaltungen von Volkswagen und Continental. „Das zeigt, dass internationale Investoren wieder Vertrauen in den Standort Deutschland haben“, erklärte Venkatakrishnan.

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