Beim Trainingslager von Werder Bremen in Österreich haben die Fans Trainer Daniel Thioune mit einem Geburtstagsständchen überrascht. Der 52-Jährige wurde am Dienstag gleich zweimal mit „Happy Birthday“ besungen, während er sich jeweils verbeugte und herzlich bedankte. Die rund 300 Fans auf der Tribüne sorgten damit für einen emotionalen Moment. Nur einen Tag zuvor hatten dieselben Fans den Dänen Jens Stage wegen seines gescheiterten Wechsels nach Hoffenheim mit Sprechchören aufgezogen („Keiner will nach Hoffenheim“).
Geburtstagskinder auf dem Platz
Neben Thioune feierte auch Neuzugang Oskar Wojcik (23) seinen Geburtstag. Die Gesänge für den Polen fielen jedoch deutlich zurückhaltender aus. Auf dem Trainingsplatz selbst gab es kein Geburtstagslied von den Spielern. Stattdessen wurde hart trainiert: 21 Feldspieler plus vier Torhüter absolvierten die Einheit. Fehlende Spieler waren Mitchell Weiser (32), Felix Agu (26), Niklas Stark (31) und Senne Lynen (27).
Trainingsinhalte und Teamgeist
Trainer Thioune betonte die Ziele des Trainingslagers: „Wir wollen die Leute hier mit einem guten Gefühl nach Hause fahren lassen. Das klappt, wenn wir unsere Inhalte umsetzen. Bisher haben wir viel auf die Basics Wert gelegt, jetzt soll der Übergang in bestimmte Schwerpunkte erfolgen.“ Dabei legt er Wert auf eine Mischung aus Konzentration und Spaß: „Ich erwarte maximale Konzentration, aber auch der Spaß darf nicht zu kurz kommen. Daher gibt es am Ende des Trainings ab und zu Challenges. Der Verlierer darf dann beispielsweise den Trainingsplatz abräumen.“ Am Montag wurden die Spieler in Dreier-Teams eingeteilt und mussten den Ball ohne Bodenberührung an die Latte befördern – was für viel Heiterkeit sorgte.
Keine Extra-Teambuilding-Aktionen
Trotz der intensiven Zeit verzichtet Werder in Österreich auf zusätzliche Unternehmungen zur Teambildung. Thioune erklärte: „Wir hocken hier 24/7 aufeinander, das trägt auch zum Teambuilding bei. Ansonsten ist die Zeit einfach sehr knapp. Daher werden wir möglicherweise im zweiten Trainingslager, wenn die Nationalspieler zurückkehren, einen größeren Fokus auf solche Themen legen.“ Einen Teamabend zum Abschluss des Trainingslagers wird es aber geben. Der Coach: „Wir freuen uns, dann nach getaner Arbeit gut zu essen und ein bisschen Zeit miteinander zu verbringen. Wenn jemand ein alkoholisches Kaltgetränk zu sich nehmen möchte und es in einem gewissen Rahmen bleibt, ist das für mich in Ordnung.“



