Berlin verzeichnet Höchststand: 300 Drogentote im Jahr 2025
Berlin: 300 Drogentote im Jahr 2025 – trauriger Rekord

In Berlin hat die Zahl der Drogentoten im Jahr 2025 einen traurigen Höchststand erreicht. Nach Angaben der Beratungsorganisation Vista (Verbund für integrative soziale und therapeutische Arbeit) sind rund 300 Menschen in der Hauptstadt an den Folgen ihres Drogenkonsums gestorben. Dies sei der höchste jemals verzeichnete Wert, teilte die Organisation mit.

Gedenkveranstaltung auf dem Oranienplatz

Anlässlich des internationalen Gedenktages für verstorbene Drogengebrauchende fand am heutigen Tag auf dem Oranienplatz in Berlin-Kreuzberg eine Gedenkveranstaltung statt. Auch in rund 100 weiteren Städten in Deutschland wurde an die Betroffenen erinnert. Das Motto der Veranstaltung lautete: „Verändern, um Leben zu retten!“

Trotz Hilfsangeboten: Zahl der Toten steigt

In Berlin existiert nach Angaben der Beratungsstellen ein vielfältiges und qualitativ hochwertiges Hilfesystem für Drogenkonsumierende. Dazu gehören Drogenkonsumräume, mobile Angebote und das deutschlandweit einmalige Projekt Drugchecking, bei dem kostenlose Analysen von Substanzen angeboten werden. Trotz dieser Maßnahmen seien so viele Menschen wie nie zuvor in der Hauptstadt an den Folgen des Konsums illegalisierter Substanzen gestorben.

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Bundesweite Zahlen: 2150 Drogentote

Bundesweit sind nach Angaben des Bundesdrogenbeauftragten im vergangenen Jahr 2150 Menschen infolge von Drogenkonsum gestorben. Das sind mehr als im Vorjahr 2024, als 2137 Drogentote gezählt wurden. Besonders alarmierend: Jeder vierte Drogentote war jünger als 30 Jahre. Die Organisationen fordern daher, wissenschaftlich belegte Maßnahmen konsequent umzusetzen, niedrigschwellige Hilfen auszubauen und auf neue Herausforderungen wie den Konsum von Crack mit passenden Angeboten zu reagieren.

Risikogruppe: Wohnungslose und Menschen in prekären Lebensverhältnissen

Ein besonders hohes Risiko, drogenabhängig zu werden, haben Menschen ohne Wohnung oder in prekären Lebensverhältnissen. Hierauf müsse die Politik dringend reagieren, betonten die Beratungsstellen. Die Gedenkveranstaltung in Berlin soll nicht nur an die Verstorbenen erinnern, sondern auch ein Appell an die Gesellschaft sein, mehr für Suchtprävention und -hilfe zu tun.

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