Die Freiwilligen Feuerwehren in Berlin haben im Jahr 2025 einen neuen Höchststand an Einsätzen erreicht. Laut einer Senatsantwort auf eine Anfrage der Grünen-Fraktion rückten die ehrenamtlichen Kräfte im vergangenen Jahr in fast 16.700 Fällen aus. Das sind rund 800 Einsätze mehr als im Jahr 2024 (rund 15.900) und knapp 1.800 mehr als 2023 (rund 14.900). Der RBB berichtete zuerst über die Zahlen.
Einsatzstatistik: 39.200 Alarmierungen seit 2024
Im laufenden Jahr wurden die Freiwilligen bislang 6.617 Mal alarmiert. Seit 2024 summiert sich die Zahl der Einsätze auf rund 39.200. Die Gesamteinsatzzeit betrug in den vergangenen rund zwei Jahren etwa 126.707 Stunden, was durchschnittlich 4.369 Stunden pro Monat entspricht. Die Berliner Berufsfeuerwehr registrierte im Jahr 2025 insgesamt rund 558.000 Einsätze – ein Plus von 26.136 (knapp 5 Prozent) im Vergleich zu 2024 und der höchste Wert seit der Gründung der Berufsfeuerwehr im Jahr 1851.
Die ehrenamtlichen Kräfte unterstützen die Hauptamtlichen vor allem bei größeren Schadenslagen, Unwettern und im Rettungsdienst. Seit 2024 handelte es sich bei rund 15.500 Einsätzen um technische Hilfeleistungen, bei knapp 14.040 um Brände und bei mehr als 9.650 um Rettungsdiensteinsätze.
Grünen-Abgeordneter: „Unverzichtbarer Beitrag“
Der Grünen-Abgeordnete Vasili Franco erklärte: „Die Freiwillige Feuerwehr leistet einen unverzichtbaren Beitrag für die Sicherheit der Berlinerinnen und Berliner. Gerade in den Stadtrandlagen hängt die Brandbekämpfung und technische Hilfeleistung ganz maßgeblich an der Einsatzfähigkeit der Freiwilligen Feuerwehren.“ Besonders hohe Einsatzzahlen verzeichnete die Freiwillige Feuerwehr in Staaken (Spandau) mit 1.948 Einsätzen seit 2024, gefolgt von Rudow (1.601), Niederschönhausen (1.410), Lichtenrade (1.380) und Hellersdorf (1.325). In Berlin-Mitte waren die Ehrenamtlichen 1.777 Mal im Einsatz.
Personal: 1.700 Aktive und 1.400 Jugendliche
Derzeit gehören rund 1.700 Frauen und Männer den 57 Freiwilligen Feuerwehren Berlins an. Hinzu kommen rund 1.400 Mitglieder in den Jugendfeuerwehren, die den Nachwuchs sichern sollen. Die Berufsfeuerwehr beschäftigt knapp 6.000 Mitarbeiter, darunter Feuerwehrleute und andere Angestellte.
Feierliches Gelöbnis vor dem Abgeordnetenhaus
Mit einem feierlichen Gelöbnis vor dem Abgeordnetenhaus begannen rund 400 Menschen offiziell ihre Ausbildung bei der Berufsfeuerwehr. Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU), die Präsidentin des Abgeordnetenhauses Cornelia Seibeld und Landesbranddirektor Karsten Homrighausen begrüßten am Samstag zudem etwa 50 neue Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren. Die zentrale Willkommensveranstaltung mit vielen Angehörigen würdigte die künftigen Feuerwehrleute – erstmals vor dem Berliner Abgeordnetenhaus.
Landesbranddirektor Homrighausen betonte: „Die Berliner Feuerwehr rettet Berlin. Seit 1851 – also nunmehr seit 175 Jahren. Und ‚Berlin retten‘ heißt im Klartext: jede und jeden retten, unabhängig von Geschlecht, Herkunft, Identität oder Orientierung.“ Er hob das hohe Maß an Verantwortung hervor, das Feuerwehrleute übernehmen.



