Borstel e.V.: Ferienlager fördern Selbstständigkeit und soziale Entwicklung
Borstel e.V.: Ferienlager fördern Selbstständigkeit

Der Verein Borstel organisiert seit fast 30 Jahren Ferienlager für Kinder ab der ersten Klasse. Mit einem breiten Freizeitprogramm und gemeinsamen Erlebnissen sollen Spaß und soziale Entwicklung gefördert werden. Der Verein wurde im Oktober 1997 in Königs Wusterhausen gegründet und hat seinen Sitz seit 2022 in Potsdam. Aktuell zählt er zwölf Mitglieder, die ehrenamtlich und zum Selbstkostenpreis Feriencamps für Kinder und Jugendliche veranstalten.

Bedeutung der Ferienlager für die persönliche Entwicklung

Stefan Lange, 43-jähriges Vorstandsmitglied, betont: „Oftmals werden Angebote wie Ferienlager in ihrer Wirkung unterschätzt. Dabei bieten sie häufig die erste Erfahrung, dass Kinder ohne ihre Eltern eine längere Zeit mit anderen Menschen verbringen.“ Soziale Interaktion und Selbstständigkeit würden immens gefördert. „Sie machen etwas mit dem Selbstbewusstsein im positiven Sinn. Man lernt neue Leute aus anderen Regionen kennen, teils auch aus anderen Kulturkreisen.“

Der Verein unterstützt auch den Nachwuchs in seiner Ausbildung. Ehemalige Ferienkids sind mittlerweile ins Betreuerteam gewechselt. Borstel finanziert Betreuerschulungen und Rettungsschwimmerausbildungen. Die Tätigkeit kann als Praktikum für Studium oder Ausbildung angerechnet werden.

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Vorurteile über Ferienlager

Laut Lange sind keine Vorurteile über den Verein selbst bekannt, wohl aber über Ferienlager allgemein. „Beispielsweise dass schlecht ausgebildete Personen Kinder betreuen und planlos agieren.“ Er empfiehlt Eltern, sich vor der Buchung mit den Anbietern zu beschäftigen. Das Betreuerteam von Borstel kenne sich seit Jahren, komme teils aus pädagogischen Berufen, sei geschult und müsse ein sauberes Führungszeugnis vorweisen.

Größte Erfolge und besondere Erlebnisse

Als größten Vereinserfolg nennt Lange den Fortbestand auch nach der Schließung des Ostsee-Ferienzentrums Markgrafenheide, wo Borstel nicht nur Feriencamps, sondern auch ein Schullandheim betrieben hatte. Persönlich seien es Kinder, die trotz Heimweh die Camps bis zum Ende durchhalten und im Folgejahr wieder dabei sein wollen. Gemeinsame Erlebnisse gebe es jedes Jahr viele – sowohl im Betreuerteam als auch mit den Ferienkids.

Wünsche an die neue Oberbürgermeisterin

Seit 2025 ist Noosha Aubel Oberbürgermeisterin von Potsdam. Lange wünscht sich kostenneutrale Werbemöglichkeiten, etwa in der Tram, im Bus oder im Blu. „Wir sind auf solche Möglichkeiten angewiesen.“ Er dankt den Potsdamer Neuesten Nachrichten (PNN), die Angebote gelegentlich kostenfrei veröffentlichen.

Unterstützung und Mitgliedschaft

Der Verein kann durch einen freiwilligen „Mehrbeitrag“ zum Reisepreis, Spenden oder eine Fördermitgliedschaft mit regelmäßiger Zahlung unterstützt werden. Mitglied kann jeder werden. Neue Betreuer werden aufgenommen, wenn sie zum Verein passen. Weitere Informationen gibt es unter www.borstel-ev.de.

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