Model und Schauspielerin Cara Delevingne (33) schreibt Geschichte: Sie ist die erste offen lesbische Frau auf dem Print-Cover des US-„Playboy“. In der Sommerausgabe des Kultmagazins posiert sie nackt, lediglich eine Hand bedeckt ihre intimste Stelle. Im Video-Interview spricht die Britin offen über ihr Körpergefühl, ihre Sexualität und den besonderen Moment des Shootings.
„Ich habe mich noch nie so wohl gefühlt“
„Ich habe mich noch nie so wohl in meinem Körper und mit meiner Sexualität gefühlt. Ich habe das Gefühl, dass ich als Frau und als sexuelles Wesen mehr denn je in meiner Blütezeit bin“, sagt Delevingne. Frühere Nacktaufnahmen für Filme oder Fotoshootings seien ihr unangenehm gewesen, obwohl sie zugestimmt habe. „Aber es hat sich nie befreiend angefühlt“, erklärt sie. Diesmal sei alles anders gewesen: Sie habe viel Spaß am Set gehabt und die Freiheit genossen.
Rebellion gegen heterosexuelle Normen
Für Delevingne ist der „Playboy“-Auftritt auch ein Statement. „Natürlich ist der ‚Playboy‘ eine durch und durch heterosexuelle Institution. Deshalb fühlte es sich ein bisschen wie ein ‚F*** you‘ und wie eine rebellische Geste an“, sagt sie. Die Fotografin Zoey Grossman setzte Delevingne in Szene, unter anderem auch im legendären Playboy-Bunny-Kostüm. Das Cover zeigt die 33-Jährige unten ohne, die Hand kunstvoll platziert.
Offene Worte über Sexualität und Nüchternheit
Delevingne spricht auch über ihre Entwicklung in Sachen Sexualität. Früher habe sie durch Sex nach Liebe und Bestätigung gesucht, sagt sie. Seit sie ihre Drogensucht bekämpft hat und nüchtern ist, habe sich ihr Blick auf Sexualität komplett verändert. „Sex in nüchternem Zustand nach all dem ist definitiv schwierig. Es verändert sich, aber es ist so viel tiefer und so viel emotionaler.“ Heute sehe sie Sexualität als „eine Sprache“ und als „wunderschönen Tanz mit sich selbst“. Zu viele Menschen beschäftigten sich damit, wie andere sie sehen, statt eine gute sexuelle Beziehung zu sich selbst aufzubauen.
„Meine Vagina und ich haben ein tolles Verhältnis“
Im Video-Interview verrät Delevingne lachend: „Meine Vagina und ich haben mittlerweile ein tolles Verhältnis zueinander. Das hat eine Weile gedauert.“ Sie liebe das Gefühl und die Freiheit, nackt zu sein und ihre Sexualität selbstbestimmt zu leben. Das Shooting sei für sie ein Akt der Selbstbestimmung und ein Zeichen dafür, wie sehr sie sich weiterentwickelt habe.



