Die Stimmung am Samstag war ausgelassen. Tagsüber moderierte Ricarda Hofmann das Hauptprogramm des Christopher Street Days (CSD) am Brandenburger Tor in Berlin. Doch wenige Stunden später ist nichts mehr davon übrig. Der Grund: eine tödliche Attacke in der Nähe des Potsdamer Platzes, bei der ein Autofahrer in eine Menschenmenge fuhr. Mindestens ein Mensch starb, viele weitere wurden teils schwer verletzt.
Moderatorin spricht von Fassungslosigkeit
Kurz nach der Tat veröffentlichte Hofmann auf Instagram eine Nachricht, in der sie ihre Fassungslosigkeit ausdrückt. „Gerade fehlen mir eigentlich die Worte“, schrieb die Moderatorin. „Was heute passiert ist, hat etwas in mir verändert.“ Sie betonte, dass sie nicht nur als Moderatorin, sondern als Teil der LGBTQ+-Community vor Ort war. „Eine Community, die zusammenkommt, um sichtbar zu sein. Um Liebe zu feiern. Um füreinander einzustehen.“
Die Attacke ereignete sich im Tiergarten, unweit des Potsdamer Platzes. Wenige Stunden nach Ende der CSD-Veranstaltungen fuhr ein Fahrzeug in eine Gruppe von Menschen. Die Berliner Polizei bestätigte den Tod einer Person und zahlreiche Verletzte. Die Hintergründe der Tat waren zunächst unklar, die Ermittlungen dauern an.
Trauer und Entsetzen in der Community
Die CSD-Community zeigte sich tief betroffen. Viele Teilnehmer, die noch wenige Stunden zuvor gefeiert hatten, trauern nun um das Todesopfer. Hofmanns Worte spiegeln die Stimmung wider: Die Attacke sei ein tiefer Einschnitt. Sie selbst gab an, dass der Vorfall sie persönlich verändert habe. Die Organisatoren des CSD Berlin erklärten ihre Solidarität mit den Opfern und riefen zu Zusammenhalt auf.
Die Berliner Politik reagierte mit Bestürzung. Der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) sprach den Angehörigen sein Mitgefühl aus und kündigte eine Aufklärung der Tat an. Auch der Innensenator sicherte volle Unterstützung zu. Der CSD Berlin war eine der größten Veranstaltungen der Stadt, mit tausenden Besuchern, die für Gleichberechtigung und Sichtbarkeit kämpfen.
Einigkeit nach der Gewalt
Hofmanns Instagram-Post wurde innerhalb kürzester Zeit tausendfach geteilt und kommentiert. Viele Nutzer drückten ihre Trauer und Wut aus, aber auch Entschlossenheit, weiter für die Rechte der Community einzutreten. Die Moderatorin selbst beendete ihren Beitrag mit den Worten: „Wir lassen uns nicht einschüchtern.“
Die Polizei in Berlin ermittelt derzeit zu den genauen Umständen der Tat. Es wird geprüft, ob es sich um einen gezielten Anschlag oder einen Unfall handelt. Die Sicherheitsbehörden haben ihre Präsenz bei künftigen Großveranstaltungen erhöht, um ähnliche Vorfälle zu verhindern.



