CSD unter besonderer Beobachtung
Der Christopher Street Day (CSD) in Cottbus findet am heutigen Samstag unter erhöhten Sicherheitsvorkehrungen statt. Hintergrund sind mehrere mutmaßlich rechtsextreme Angriffe der vergangenen Wochen, darunter ein Brandanschlag auf ein alternatives Wohnprojekt vor rund eineinhalb Wochen. Die Polizei hat ihre Präsenz deutlich verstärkt und beobachtet die Demonstration, die um 16.00 Uhr durch die Stadt ziehen soll, mit einem Großaufgebot.
Verunsicherung nach Brandanschlag
Die Veranstalter rechnen mit rund 500 Teilnehmenden. Eine Versammlung aus der rechten Szene war bei der Polizei bislang nicht angemeldet, dennoch ist die Sorge vor Störaktionen groß. Bereits im vergangenen Jahr war es beim CSD in Cottbus zu Protesten aus der rechtsextremen Szene gekommen. Die jüngsten Attacken, darunter der Brandanschlag auf ein Wohnprojekt, haben die Verunsicherung in der queeren Community weiter verstärkt.
Solidarität aus Wirtschaft und Universität
Die Angriffe haben jedoch auch breite Solidarität ausgelöst. Sowohl die Wirtschaft als auch die Universität in Cottbus haben ihre Unterstützung für die Betroffenen bekundet. Die Polizei betont, dass sie alle notwendigen Maßnahmen ergreife, um die Sicherheit der Teilnehmenden zu gewährleisten. Die Lage bleibe jedoch angespannt, und die Beamten seien für mögliche Störungen gewappnet.
Die Demonstration selbst soll ein Zeichen für Toleranz und gegen Rechtsextremismus setzen. Die Veranstalter hoffen, dass der CSD trotz der Bedrohungen friedlich verlaufen wird.



