Die Moderatorin und Schauspielerin Collien Fernandes hat für eine Demonstration gegen sexualisierte Gewalt geworben, die am heutigen Sonntag am Brandenburger Tor in Berlin stattfindet. Unter dem Motto „Gegen sexualisierte digitale Gewalt – Solidarität mit allen Opfern“ sind bei der Polizei 500 Teilnehmer angemeldet. Die Kundgebung beginnt um 16 Uhr.
Zu der Demonstration hat das neu gegründete Bündnis „Feminist Fight Club!“ aufgerufen. Ziel sei es, auf strukturelle Missstände und Gesetzeslücken im Kontext digitaler und analoger sexualisierter Gewalt in Deutschland aufmerksam zu machen, heißt es im Aufruf.
Collien Fernandes machte in einem Instagram-Post für die Demonstration stark. Sie schrieb: „Sexuelle Gewalt, physische und psychische Gewalt sind weiter verbreitet, als man ahnen mag. Sie finden statt, in der Mitte unserer Gesellschaft.“ Hintergrund der aktuellen Debatte sind Vorwürfe Fernandes’ gegen ihren Ex-Partner, den Schauspieler Christian Ulmen, über die zuerst der Spiegel berichtet hatte.
Ulmens Anwalt Christian Schertz kündigte rechtliche Schritte gegen die Berichterstattung an. Es handele sich „in großen Teilen um eine unzulässige Verdachtsberichterstattung“. Zudem würden „unwahre Tatsachen aufgrund einer einseitigen Schilderung verbreitet“.
Der Oberste Gerichtshof der Balearen bestätigte auf ZEIT-Anfrage, dass ein Vorverfahren gegen Ulmen geführt werde. Die Ermittlungen würden vom Vorsitzenden Richter der Abteilung Gewalt gegen Frauen in Palma de Mallorca geleitet.



