Nach dem enttäuschenden WM-Aus der deutschen Nationalmannschaft wird die Diskussion über die Zukunft des deutschen Fußballs von Männern dominiert. Dabei zeigen TV-Expertinnen wie Friederike Kromp und Tabea Kemme, dass andere Wege möglich und notwendig sind. In einer Kolumne auf SPIEGEL plädiert Annika Schultz für mehr Frauen im deutschen Fußball.
Männer bestimmen die Debatte
Die Analyse des WM-Scheiterns wird fast ausschließlich von männlichen Experten und Funktionären geführt. Dabei fehlt oft der Blick für strukturelle Probleme, die über taktische Fehler hinausgehen. Friederike Kromp, TV-Expertin, stellt fest: „Wir haben eigentlich eine Männerquote.“ Sie kritisiert, dass Frauen in Führungspositionen und als Expertinnen unterrepräsentiert sind.
Expertinnen als Vorbilder
Kromp und ihre Kollegin Tabea Kemme beweisen, dass weibliche Perspektiven den Fußball bereichern. Sie analysieren nicht nur das Spiel, sondern hinterfragen auch die Machtstrukturen im DFB. Kemme betont: „Es braucht mehr Diversität, um den Fußball zukunftsfähig zu machen.“
Forderung nach einer Frauenquote
Die Kolumnistin Annika Schultz fordert daher eine verbindliche Frauenquote in Gremien und Kommissionen des DFB. Nur so könne sichergestellt werden, dass Frauen an Entscheidungen beteiligt sind. „Der deutsche Fußball braucht mehr Frauen – nicht als Alibi, sondern als Bereicherung“, schreibt sie.
Reaktionen und Ausblick
Die Diskussion um die Frauenquote wird kontrovers geführt. Während einige Funktionäre auf freiwillige Maßnahmen setzen, sehen andere in einer Quote den einzigen Weg zu echter Gleichberechtigung. Fest steht: Der DFB steht vor einem Umbruch, und die Stimmen nach mehr Frauenpower werden lauter.



