50,13 Mio. Dollar: T-Rex-Skelett „Gus“ bricht Auktionsrekord
T-Rex-Skelett „Gus“ für 50 Mio. Dollar versteigert

Ein 67 Millionen Jahre altes Tyrannosaurus-Rex-Skelett namens „Gus“ hat bei einer Auktion in New York Geschichte geschrieben. Am Dienstag wurde es bei Sotheby’s für 50,13 Millionen Dollar (rund 44 Millionen Euro) versteigert – der höchste Preis, der je für ein Fossil gezahlt wurde. Der bisherige Rekordhalter „Apex“, ein Stegosaurus, erzielte 2024 44,6 Millionen Dollar.

Herkunft und Entdeckung

Das Skelett stammt aus dem US-Bundesstaat South Dakota, genauer aus der Hell-Creek-Formation, die sich über Montana, Wyoming sowie North und South Dakota erstreckt. Seinen Spitznamen verdankt es dem Viehzüchter Gary „Gus“ Licking, auf dessen Land das Fossil entdeckt wurde. Licking starb 2022, ein Jahr nach Beginn der Ausgrabungen.

Mit einer Länge von 11,6 Metern und einer Höhe von 3,8 Metern zählt „Gus“ zu den größten je gefundenen T.-rex-Exemplaren. Der Schädel misst allein 1,37 Meter. Das Skelett umfasst 183 fossile Knochen und ist zu rund 61 Prozent erhalten, wie CNN berichtet.

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Besondere Merkmale

„Gus“ weist mehrere Seltenheiten auf: Rund 82 Prozent der ursprünglichen Schädelknochen sind erhalten. Zudem gehören ein Gabelbein, ein Brustknochen, ein vollständiges Becken und beide Füße zum Fund. Laut Sotheby’s gibt es nur ein weiteres bekanntes T.-rex-Exemplar mit zwei so gut erhaltenen Füßen. Das Skelett zeigt Bissspuren und verheilte Brüche, die der Dinosaurier überlebt haben soll.

Allerdings ist „Gus“ nicht vollständig. Der 2020 versteigerte T. rex „Stan“ ist zu rund 70 Prozent erhalten, während „Sue“ aus dem Jahr 1997 mit etwa 90 Prozent Vollständigkeit weiterhin als Maßstab gilt.

Auktionsdetails und Kritik

Sotheby’s hatte ursprünglich mit einem Verkaufspreis zwischen 20 und 30 Millionen Dollar gerechnet. Das Höchstgebot kam per Telefon. Der Käufer erhält alle Rechte am Skelett – ein seltener Vorteil, da fehlende Knochen oft durch urheberrechtlich geschützte Abgüsse ersetzt werden. Der Käufer könnte künftig selbst Abgüsse herstellen oder lizenzieren. Wer das Fossil ersteigert hat, ist nicht bekannt.

Der Rekordverkauf stößt jedoch auf Kritik. Paläontologen befürchten, dass Fossilien der Wissenschaft verloren gehen, wenn sie in Privatbesitz gelangen. Wissenschaftliche Studien werden nur veröffentlicht, wenn die untersuchten Exemplare öffentlich zugänglich sind, um Ergebnisse unabhängig überprüfen zu können.

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