Schauspieler Dwayne Johnson, 54, hat sich dazu entschlossen, seine politischen Ansichten nicht mehr öffentlich zu teilen. Diese Entscheidung ruft scharfe Kritik von Kollegen hervor. So bezeichnete ihn der Star-Trek-Darsteller Wil Wheaton, 53, in einem inzwischen gelöschten Kommentar als „Feigling“. Auch George Takei, 89, ebenfalls aus dem Star-Trek-Universum bekannt, warf Johnson auf der Plattform Threads vor: „Schweigen ist Mittäterschaft.“
Weg von der politischen Bühne
Grund für die Kontroversen ist ein Interview, das Johnson dem Magazin „Esquire“ gab. Darin erklärte er: „Ich habe gelernt, meine politischen Ansichten für mich zu behalten.“ Politik sei allgegenwärtig, aber er möge sie nicht. „Manchmal hasse ich sie sogar. Ich hasse die Streitereien. Ich hasse den ganzen Mist, der damit einhergeht.“ Johnson betonte, er liebe Sänger Bruce Springsteen, der für seine deutliche Kritik an US-Präsident Donald Trump bekannt ist, wünschte sich jedoch: „Warum reden sie nicht miteinander? Sie sollten sich zusammensetzen und reden.“
Wandel seit 2020
Im Präsidentschaftswahlkampf 2020 unterstützte Johnson noch Joe Biden. 2024 enthielt er sich einer Wahlempfehlung. In einem Interview vor der letzten Wahl erklärte er, die Unterstützung für Biden habe ihm mehr Schaden als Nutzen gebracht. Seine neue Maxime: „Wie viele von uns, die nicht allen Politikern vertrauen, vertraue ich dem amerikanischen Volk, und wen auch immer es wählt, das wird mein Präsident sein, und den werde ich zu 100 Prozent unterstützen.“ Gewählt wurde schließlich Donald Trump.
Reaktionen aus der Branche
Die Kritik an Johnson zeigt, wie polarisiert die politische Landschaft in den USA ist. Während einige seine Zurückhaltung als klugen Schachzug werten, sehen andere darin einen Verrat an den eigenen Werten. Wil Wheatons Kommentar, der per Screenshot dokumentiert wurde, ist inzwischen nicht mehr auffindbar. George Takei hingegen bleibt bei seiner Aussage und betont, dass Schweigen in politischen Fragen nicht neutral sei.
Johnson selbst scheint sich seiner Entscheidung sicher. Im „Esquire“-Interview betonte er, dass er authentisch sein wolle, aber nicht um den Preis, sich ständig politisch äußern zu müssen. Ob diese Haltung langfristig trägt, bleibt abzuwarten.



