Berliner Leser der Morgenpost äußern sich empört über die Pläne des Senats, die Nutzung von E-Scootern in den Außenbezirken auszuweiten. In zahlreichen Zuschriften wird der „Irrsinn“ der Roller beklagt, die oft wild abgestellt werden und Fußgänger gefährden. Ein Leser fragt: „Wann hört der Irrsinn mit den E-Scootern endlich auf?“
Gefahren für Fußgänger und mangelnde Rücksicht
M. Döbler kritisiert die Situation am Kurt-Schumacher-Platz: „Haben wir Fußgänger überhaupt keine Rechte mehr? Wie viele Unfälle müssen noch passieren?“ Er berichtet, dass Busaussteiger fast von Radfahrern oder E-Scootern überfahren werden und auf dem Weg zur U-Bahn Slalom um herumstehende Roller laufen müssen. Döbler fordert ein Verbot der E-Scooter im Speckgürtel Berlins.
Karola Albrecht wendet sich direkt an Regierenden Bürgermeister Kai Wegner und Verkehrssenatorin Manja Bonde: „Es ist unverständlich, dass Herr Wegner und Frau Bonde dem Roller-Unsinn kein Ende bereiten wollen.“ Sie ärgert sich über Roller auf Gehwegen, vor Treppenabgängen und in Flüssen. Ihr Fazit: „Unser Senat hat keinen Mut, auch mal Entscheidungen zu treffen, die in Teilen der Bevölkerung nicht populär sind.“
Verweis auf Paris und Forderung nach Altersbeschränkung
Ingo Haberkorn empfiehlt, dem Beispiel von Paris zu folgen: „Weniger E-Schrott im Weg oder in den Gewässern.“ Er weist darauf hin, dass die durchschnittliche Fahrtstrecke von 1,3 Kilometern auch bequem zu Fuß zurückgelegt werden könne. Konrad Götze berichtet von Spaziergängen mit einer fast blinden Dame und beobachtet Schüler, die oft zu zweit mit hoher Geschwindigkeit fahren. Er hat mehrfach die Verleihfirmen wegen wilder Abstellungen angerufen, aber oft passierte tagelang nichts. Götze fordert eine Altersbeschränkung für die Nutzung.
Vergleich mit Pkw-Stehzeiten
Petra Hammann relativiert die Kritik: Nach Auskunft des Umweltbundesamtes beträgt die durchschnittliche Stehzeit eines Pkw knapp 23 Stunden pro Tag – ähnlich wie bei E-Scootern. Sie regt an, das eigene Fahrverhalten zu reflektieren. Die Leserbriefe zeigen eine tiefe Unzufriedenheit mit der aktuellen Verkehrspolitik in Berlin.
Kritik an Taktik bei der WM
Ein weiterer Leserbrief von Thomas Hansen bezieht sich auf das WM-Spiel Norwegen gegen Frankreich. Er kritisiert, dass der norwegische Trainer Stale Solbakken Starspieler Erling Haaland schonte, um in der Gruppenphase als Zweiter weiterzukommen und auf einen vermeintlich schwächeren Gegner zu treffen. Hansen schreibt: „Das Publikum wurde an der Nase herumgeführt. Etliche Zuschauer, die live dabei waren, wurden schlicht betrogen.“ Er wirft dem Trainer vor, dem ehrlichen Fußballsport einen Bärendienst erwiesen zu haben.



