Rote Kleider, exzessive Armbewegungen: In Potsdam fand erstmals der internationale Flashmob „The Most Wuthering Heights Day Ever“ statt. Im Garten von Schloss Lindstedt tanzten Teilnehmer zu Kate Bushs Hit „Wuthering Heights“ und erinnerten an das gleichnamige Musikvideo von 1978.
Brandenburgs Kulturministerin Manja Schüle (SPD) eröffnete die Aktion als Schirmherrin. Sie betonte, der Flashmob sei mehr als eine Hommage an Emily Brontës Roman und den ikonischen Song. „Er steht für Selbstbestimmung, Gleichberechtigung und Solidarität – Werte, die gerade heute wieder unter Druck geraten“, sagte Schüle. Der gemeinsame Tanz sende ein sichtbares Zeichen der Haltung.
Ursprung und weltweite Verbreitung
Die Tanzaktion wurde 2013 im britischen Brighton ins Leben gerufen. Mittlerweile findet sie weltweit an Hunderten Orten statt, unter anderem in Berlin im Görlitzer Park und auf dem Tempelhofer Feld. Potsdam war in diesem Jahr erstmals dabei.
Die Veranstaltung ehrt Kate Bushs Hitsingle sowie Emily Brontë, deren Roman „Wuthering Heights“ von 1847 die Vorlage für den Song lieferte. Der Flashmob thematisiert eine besitzergreifende und zerstörerische Liebe.
Organisation und Spenden
Organisiert wurde die Potsdamer Aktion vom Freundeskreis Schloss Lindstedt in Kooperation mit dem Brandenburgischen Landesinstitut für Rechtsmedizin und der Autorin Florentine Joop. Die Teilnahme war kostenfrei; es wurden Spenden für den Verein Opferhilfe Land Brandenburg gesammelt, der Opfer von Sexual- und Gewaltdelikten unterstützt. Das Kulturministerium förderte die Veranstaltung mit 5.000 Euro.



