Fahrrad-Pride und CSD in Bernau wegen Hitze abgesagt
Fahrrad-Pride und CSD in Bernau wegen Hitze abgesagt

Der Fahrrad-Pride in Potsdam und der Christopher Street Day (CSD) in Bernau am Samstag werden aufgrund der enormen Hitze abgesagt. Das gab das Organisationsteam am Mittwochabend bekannt. Der Bernauer CSD könne „aufgrund der amtlichen Hitzewarnungen mit vorhergesagten Temperaturen von fast 40 Grad nicht wie geplant stattfinden“. Eine stundenlange Demonstration auf den Straßen Bernaus sei bei dieser extremen Wetterlage mit massiven gesundheitlichen Risiken verbunden.

Rücksicht auf vulnerable Gruppen

Besonders auf vulnerable Gruppen – ältere Menschen, chronisch Kranke oder Menschen mit Behinderungen – wolle man Rücksicht nehmen, so die Mitteilung des CSD. „Gesundheit geht vor“, heißt es darin. Im vergangenen Jahr waren bis zu 800 Menschen unter Polizeischutz auf die Straße gegangen, während rechtsextreme Gruppen dagegen protestierten.

Ganz ausfallen soll der CSD in Bernau jedoch nicht: Am Samstag ist von 13 bis 16 Uhr ein queeres Community-Treffen im Jugendclub „Dosto“ (Breitscheidstraße 43c) geplant. Die Demonstration für queere Rechte wird in den Herbst verschoben; ein genauer Ausweichtermin wird in der kommenden Woche bekannt gegeben.

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Fahrrad-Pride in Potsdam auf Oktober verschoben

Auch der Fahrrad-Pride in Potsdam, der am Samstag stattfinden sollte, wird verschoben. Das teilte das Organisationsteam am Mittwoch mit. Schweren Herzens habe man sich für die Absage entschieden – doch die Sicherheit der Teilnehmenden und Veranstaltenden gehe vor. Eigentlich sollte am Samstagnachmittag bereits zum siebten Mal in der Potsdamer Innenstadt ein sichtbares Zeichen für Vielfalt, Akzeptanz und gleiche Rechte für queere Menschen gesetzt werden. Auch die Queerbeauftragte der Bundesregierung, Sophie Koch, hatte sich angekündigt.

„Aufgeschoben ist aber nicht aufgehoben“, teilte Julia Sergon vom Verein Regenbogen Potsdam mit. Am 24. Oktober sollen der Fahrrad-Pride und die Fußdemo nachgeholt werden – „bunt, auf dem Rad und mit deutlich angenehmeren Temperaturen“. Das After-Pride-Festival im studentischen Kulturzentrum KuZe mit Drag-Show, Konzerten und DJ-Sets findet am Samstag jedoch wie geplant ab 18 Uhr statt.

Hintergrund und weitere Absagen

Die Idee einer Fahrrad-Demonstration entstand 2020 während der Corona-Zeit als pandemiekonforme Alternative zu traditionellen Pride-Veranstaltungen. In den vergangenen Jahren demonstrierten Hunderte Menschen mit Fahrrädern, E-Bikes, Lastenrädern, Rikschas, Inlinern oder zu Fuß.

Abgesagt ist auch das Fest des Regenbogencafés in Falkensee, das am Samstag von 16 bis 19 Uhr stattfinden sollte. „Es ist zu heiß am Wochenende! Wir verschieben in den September“, heißt es auf Facebook. Unter anderem sollte bei dem Fest im Rahmen der Pride-Week der frühere Berliner Kultursenator Klaus Lederer (parteilos) sprechen.

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