Nächtlicher Fahrzeugbrand in Genthin verursacht 400.000 Euro Schaden
Fahrzeugbrand in Genthin verursacht 400.000 Euro Schaden

Zwölf Fahrzeuge sind in der Nacht zu Samstag auf einem Kfz-Betriebsgelände im Genthiner Ortsteil Schopsdorf ausgebrannt. Wie die Polizei mitteilte, entstand ein Sachschaden von etwa 400.000 Euro. Die Brandursache ist bislang unklar, die Ermittlungen sollen jedoch bald beginnen.

Rund 60 Einsatzkräfte der Feuerwehr waren damit beschäftigt, die Flammen zu bekämpfen. Die Löscharbeiten zogen sich bis in den frühen Morgen hin. Immer wieder flammte das Feuer an den ausgebrannten Fahrzeugen auf. Auch nach dem scheinbaren Erlöschen des Brandes gab es eine starke Rauchentwicklung, weshalb die Feuerwehr eine Brandwache einrichtete. Diese ist notwendig, weil Glutnester in Fahrzeugen noch Stunden später wieder aufflammen können. Immer wieder mussten kleinere Nachlöscharbeiten durchgeführt werden.

Gelände für Unbefugte gesperrt

Am Morgen war die Brandstelle weitestgehend abgelöscht, dennoch qualmte es weiter. Die Brandwache blieb daher im Einsatz. Um die Ermittlungen nicht zu beeinträchtigen, wurde das komplette Gelände eingezäunt und für die Öffentlichkeit gesperrt. Auf dem Areal stehen viele Fahrzeuge, die jetzt zunächst nicht bewegt werden dürfen. Die Polizei will so sicherstellen, dass Spuren gesichert werden können.

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Erst nach dem vollständigen Ablöschen können die Brandermittler ihre Arbeit aufnehmen. Sie werden die Brandstelle untersuchen und mögliche Zündquellen eingrenzen. Dabei geht es unter anderem um die Frage, ob ein technischer Defekt, Fahrlässigkeit oder vorsätzliche Brandstiftung zu dem Feuer geführt hat. Solche Untersuchungen dauern mitunter mehrere Tage.

Warum Fahrzeugbrände so schnell große Schäden verursachen

Der Vorfall in Genthin zeigt, wie schnell ein Feuer auf benachbarte Fahrzeuge übergreifen kann. Auf Kfz-Betriebsgeländen stehen Autos häufig dicht an dicht. Brennt erst einmal eines, steigt die Gefahr, dass die Flammen auf andere Fahrzeuge überspringen. Die hohen Temperaturen können zudem Kunststoffteile, Reifen und Lacke entzünden. Innerhalb weniger Minuten kann so ein großer Schaden entstehen.

Fahrzeugbrände stellen auch die Feuerwehr vor besondere Herausforderungen. Neben der Brandbekämpfung müssen die Einsatzkräfte verhindern, dass sich das Feuer weiter ausbreitet oder Gefahrstoffe austreten. Bei Elektrofahrzeugen kommen spezielle Löschmethoden zum Einsatz, da sich die Akkus immer wieder entzünden können. Ob an dem Brand in Genthin auch Fahrzeuge mit alternativen Antrieben beteiligt waren, geht aus der Polizeimeldung nicht hervor.

So verhalten Sie sich bei einem Fahrzeugbrand

Bei einem Fahrzeugbrand zählt jede Minute. Wer einen Brand entdeckt, sollte den Notruf 112 wählen und sich in Sicherheit bringen. Ein Feuerlöscher kann bei einem Brand im Anfangsstadium helfen, bei größeren Flammen sollte man ihn nicht mehr einsetzen. Wichtig ist, den Rauch nicht einzuatmen und sich nicht in die Nähe des brennenden Fahrzeugs zu begeben.

Der Schaden von rund 400.000 Euro dürfte für den betroffenen Kfz-Betrieb eine erhebliche finanzielle Belastung darstellen. Nicht nur die zerstörten Fahrzeuge, auch die beschädigte Infrastruktur und der Betriebsausfall können Kosten verursachen. Die Versicherung muss prüfen, ob sich das Unternehmen den Schaden ersetzen lässt. Oft sind solche Brände mit langwierigen Schadensregulierungen verbunden.

Für Kfz-Betriebe gilt nach solchen Vorfällen: Die genaue Ursache muss geklärt werden, um nicht nur den Schaden zu regulieren, sondern auch zukünftige Brände zu verhindern. Häufig werden Brandmeldeanlagen oder Feuerlöscher nachgerüstet. Auch die Lagerung von brennbaren Flüssigkeiten wird überprüft. In Genthin werden sich die Verantwortlichen nun mit der Aufarbeitung des nächtlichen Brands beschäftigen müssen.

Die Polizei in Sachsen-Anhalt wird die Ermittlungen zur Brandursache in den kommenden Tagen weiterführen. Die Beamten kündigten an, die Öffentlichkeit über neue Erkenntnisse zu informieren. Bis dahin bleibt das Gelände in Schopsdorf abgesperrt und die Brandwache in Alarmbereitschaft.

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