Es wird brütend heiß! Auch am Samstag hält die Tropenhitze Deutschland im Griff. Die Luft flimmert, der Sommer läuft auf Hochtouren. Die Temperaturen klettern bundesweit auf 32 bis 37 Grad, manche Regionen im Südwesten kratzen sogar an der 38-Grad-Marke!
Und mit der Hitze kommt Unruhe: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt erneut vor einzelnen Gewittern. Wenn sich die Wolken entladen, dann mit Wucht. Am Nachmittag ziehen sie laut DWD weiter Richtung Osten. Der Wind bleibt jedoch meist schwach. Für Abkühlung sorgen deshalb vor allem ein Sprung ins Freibad oder ein Eis.
Wetter-Live-Ticker: Alle Entwicklungen
Regen entschärft Waldbrandgefahr
Gewitter und Regen haben die Waldbrandgefahr in Thüringen vorerst entschärft. Laut einer Karte von ThüringenForst gilt die zweithöchste Warnstufe 4 nur noch in einem kleinen Bereich im Süden. Im Osten wurde die Lage inzwischen auf Stufe 3 herabgestuft.
So explosiv ist die Hitze-Luft
Die Prognose für heute ist klar: Gewitter-Alarm für Deutschland. Eine Karte des Portals „Wetter.net“ zeigt, wie angespannt die Lage ist: Über dem Westen, der Mitte und dem Süden ist alles knallrot bis rosa-weiß – mit 2.000 bis über 3.000 Punkten. Dahinter steckt schwülwarme, energiegeladene Luft. Also ideale Bedingungen für kräftige Gewitter.
Baum verfehlt Bühne nur knapp
In Neuss (NRW) wurde die Landesgartenschau am Freitagabend früher geschlossen. Neben einer Bühne knickte ein Baum um und verfehlte das Bühnendach nur knapp. Verletzt wurde niemand. Die Besucher hätten zuvor in Sicherheit gebracht werden können, sagte eine Sprecherin der Gartenschau. Ein für den Abend angesetztes Konzert wurde abgesagt.
Hohe Waldbrandgefahr
Trotz möglicher Unwetter und angekündigter Regenfälle bleibt die Waldbrandgefahr hoch. Unter anderem in Brandenburg, wo in mehreren Regionen bereits die zweithöchste Warnstufe ausgerufen wurde. In einem Wald im Landkreis Teltow-Fläming hat es am Freitag bereits gebrannt.
Noch kein Hitze-Rekord
Obwohl die Temperaturen außergewöhnlich hoch sind, wurde in den vergangenen Tagen noch kein Rekord geknackt. Die insgesamt höchste Temperatur wurde am 25. Juli 2019 in Tönisvorst und Duisburg-Baerl gemessen: 41,2 Grad zeigte das Thermometer damals an. Der höchste jemals im Monat Juni gemessene Wert wurde ebenfalls 2019 gemessen: 39,6 Grad registrierten die Wetterexperten am 30. Juni in Bernburg in Sachsen-Anhalt.
50-Kilo-Scheibe kracht auf Gehweg
In Cottbus ist es am Freitagnachmittag zu einem ungewöhnlichen Vorfall gekommen. Eine massive Glasscheibe ist aus dem obersten Stockwerk der Spreegalerie gefallen. Als mögliche Ursache gelten die hohen Temperaturen: Die Scheibe sei vermutlich infolge der starken Hitzeeinwirkung geborsten, berichtet die „Lausitzer Rundschau“ unter Bezug auf einen Pressesprecher.
65 Einsätze in Schleswig-Holstein
Das Wetter hat in der Nacht im Norden Schleswig-Holsteins ordentlich für Arbeit gesorgt: Insgesamt musste die Polizei dort 65-mal wegen sturmbedingter Einsätze ausrücken. Meist ging es um umgestürzte Bäume oder herumfliegende Gegenstände, wie ein Sprecher sagte. Verletzt wurde dabei glücklicherweise niemand.
Festivalgelände geräumt
Ein Festival mit rund 5000 Besuchern in Viöl südlich von Flensburg ist in der Nacht zu Samstag wegen eines Sturms geräumt worden. Wie ein Polizeisprecher mitteilte, wurden 13 Menschen bei dem Sturm leicht verletzt. Für die Besucher wurde zwischenzeitlich eine Sammelstelle eingerichtet. Mittlerweile durften die Menschen zurück auf das Gelände.
Gewitter droht
Der Samstag soll laut Deutschem Wetterdienst (DWD) vielerorts sonnig beginnen. Im Tagesverlauf können sich vor allem an der Alb einzelne Gewitter bilden. Dabei steigen die Temperaturen auf 32 bis 37 Grad, im Oberrheingraben sind sogar bis zu 38 Grad möglich. Der Wind bleibt meist schwach, begleitet von vereinzelten Gewittern.
Frau bei Blitzeinschlag verletzt
Während eines Unwetters schlug ein Blitz in Münsingen im Landkreis Reutlingen ein und verletzte eine Frau leicht. Sie war laut Polizei auf einem Sportplatz unterwegs gewesen. Der Rettungsdienst brachte sie in ein Krankenhaus.



