Leihmutterschaft wird weltweit immer häufiger genutzt, bleibt aber ethisch und politisch umstritten. Auch der ehemalige Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) wurde auf diesem Weg Vater, wie aus einem Bericht vom 17. Juli 2026 hervorgeht.
Hintergrund und rechtliche Lage
In Deutschland ist Leihmutterschaft nach dem Embryonenschutzgesetz grundsätzlich verboten. Wer dennoch eine Leihmutter im Ausland beauftragt, riskiert rechtliche und familiäre Komplikationen. Die Nachfrage steigt jedoch kontinuierlich, da viele Paare mit unerfülltem Kinderwunsch diesen Weg wählen.
Ethik und Politik
Die Debatte um Leihmutterschaft wird von ethischen Fragen begleitet: Kritiker befürchten eine Kommerzialisierung des weiblichen Körpers und Ausbeutung von Frauen in wirtschaftlich schwächeren Ländern. Befürworter verweisen auf das Recht auf reproduktive Selbstbestimmung. Politiker verschiedener Lager fordern eine Neubewertung des Verbots.
„Leihmutterschaft ist ein komplexes Thema, das sowohl medizinische als auch soziale Dimensionen hat“, sagte eine Sprecherin des Bundesgesundheitsministeriums. „Eine Reform müsste sorgfältig abgewogen werden.“
Internationale Perspektive
Länder wie die USA, Kanada und Großbritannien erlauben Leihmutterschaft unter bestimmten Auflagen. In Deutschland bleibt die Praxis jedoch tabu. Die Fälle prominenter Persönlichkeiten wie Jens Spahn bringen das Thema immer wieder in die öffentliche Diskussion.



