Lesermeinungen zu Volksbad, Abinoten und Schulessen in Berlin
Lesermeinungen: Volksbad, Abinoten, Schulessen

Volksbühnen-Schwimmbad: Kritik und Zuspruch

Der Schotter wurde am Dienstag vor der Volksbühne abgeladen, das Becken für das „Volksbad“ soll am Freitag kommen. Die Leserbriefe der Berliner Morgenpost zeigen eine breite Palette an Meinungen zu diesem Projekt. Ilka Gatzemeier kritisiert per Mail: „25 Millionen Subvention bekommt die Volksbühne Berlin, dafür, dass auf die Bühne gekotet und ein Pop-up-Schwimmbad gebaut wird. Ich glaube, der Intendant Matthias Lilienthal weiß nicht, wohin mit dem vielen Geld. Dafür sollte man das Spucki wiederherstellen.“

Demgegenüber wünscht Dietmar Astfalk dem Bad Erfolg, merkt aber an: „Man hätte auch die 300.000 Euro für verbilligte Eintrittspreise oder Tickets für Sozialhilfebezieher einsetzen können.“ Er vergleicht dies mit der protzigen Erweiterung des Kanzleramts für fast eine Milliarde Euro. Katrin Tiltscher lobt das Projekt als „Badengehen für die Kunst!“ und betont das gemeinsame Demonstrieren mit dem Volk.

Kulturförderung versus Schultoiletten

Gerald Gruner schlägt vor: „Na, dann kürzt mal die Kulturförderung für die Volksbühne um 300.000 Euro und benutzt das Geld zum Beispiel für die Sanierung von Schultoiletten.“ Er hält den Bau einer Schwimmgelegenheit durch ein Theater für eine missbräuchliche Verwendung von Fördergeldern, da das Bad nur 7,5 Wochen bestehen soll.

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Abinoten: Zweifel an der Leistungskontrolle

Zum Artikel über die Abinoten aller Berliner Schulen äußert sich Peter Knief kritisch: „Wenn man die durchschnittlichen Noten der Berliner Abiturienten mit ihren zumeist dürftigen Künsten im Kopfrechnen und den merkwürdigen Ergebnissen ihrer vermeintlichen ‚Rechtschreibung‘ vergleicht, dann ist man nicht nur überrascht, sondern beginnt an der Leistungskontrolle ernsthaft zu zweifeln.“ Er stellt fest, dass eine Eins heute nicht mehr der gleichen Note früherer Jahrzehnte entspreche, und erschrecke, dass solche Noten „allenfalls auf Künstlicher Intelligenz beruhen“.

Gedenkfeier im Bendlerblock: AfD-Kranz entfernt

Zur Gedenkfeier im Bendlerblock, bei der Tobias Korenke, der Großneffe von Dietrich Bonhoeffer, einen AfD-Kranz entfernte, schreibt Dirk Jungnickel: „Wer sich mit Dietrich Bonhoeffer beschäftigt hat, kann ihn und seine Haltung im Dritten Reich nur als mutig und ehrenhaft wahrnehmen. Tobias Korenke scheint ihm nicht allzu nahezustehen, wenn er eine Kranzniederlegung einer heute mitgliederstarken, wenn auch umstrittenen Partei zur Gedenkveranstaltung zu verhindern suchte.“ Er empfindet das Parteieingezänk als beschämend. Jörg Noll sendet dagegen nur ein Wort: „HOCHACHTUNG.“

Gratis-Schulessen: Kontroverse um Finanzierung

Zum Vorstoß von Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch (CDU) für ein kostenloses Schulessen und der roten Linie von Steffen Krach (SPD) melden sich mehrere Leser. Detlef Trzeciak erinnert daran, dass bereits im Fernsehen berichtet wurde, wie massenhaft steuerfinanziertes Schulessen weggeworfen wird, weil Kinder lieber zu McDonald’s gehen. Detlef Ritter kritisiert die SPD scharf: „Die SPD und ihr unbekannter Spitzenkandidat sollten sich lieber fragen, weshalb sie nicht mehr gewählt wird, statt wild herumzukläffen.“ Er wirft der SPD vor, sich um Nonsens zu kümmern, statt wirkliche Probleme zu lösen, und fordert, dass subventioniertes Schulessen nur für Bedürftige gelten sollte. Sybille Jenen kommentiert bei Facebook: „Wenn die Kinder zu Hause sind, bekommen sie doch auch Mittag. Das kostet ebenfalls. Von der Mentalität, alles umsonst zu geben, sollte man sich trennen.“

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