Meister der Gemütlichkeit: Die langsamsten Tiere der Welt
Meister der Gemütlichkeit: Langsamste Tiere

Wer an langsame Tiere denkt, hat meist die Schnecke vor Augen. Doch einige Arten sind noch gemächlicher unterwegs. Eine Studie der Friedrich-Schiller-Universität Jena zeigt zudem: Vor allem große Tiere bewegen sich oft langsamer, um eine Überhitzung zu vermeiden.

Welche Tiere sich bei der Fortbewegung ganz besonders viel Zeit lassen und wie langsam sie wirklich sind, erfahren Sie hier.

1. Seeanemone: Leben im Zeitlupentempo

Den Spitzenplatz belegt die Seeanemone, wie PETBOOK (gehört ebenfalls zu Axel Springer) berichtet. Sie lebt am Meeresboden und bewegt sich meist nur dann, wenn es unbedingt nötig ist. Mit rund einem Zentimeter pro Stunde ist sie sogar langsamer als viele Schnecken. Statt aktiv auf Nahrungssuche zu gehen, wartet sie auf vorbeikommende Beute.

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2. Schnecken: Schleimspur statt Tempo

Ebenfalls extrem langsam ist die Bananenschnecke aus Nordamerika. Sie gleitet mithilfe eines Schleimfilms über den Boden und schafft dabei zehn Zentimeter pro Stunde. Die gefleckte Weinbergschnecke hingegen kommt auf rund 0,048 km/h und gehört damit ebenfalls zu den langsamsten Tieren der Welt.

3. Seepferdchen und -sterne: Im Rhythmus des Wassers

Im Meer gehören auch Seesterne und Seepferdchen zu den gemütlichen Fortbewegern. Seesterne ziehen ihren Körper mithilfe zahlreicher kleiner Füße voran und legen meist nur einen Zentimeter pro Minute zurück. Seepferdchen schwimmen mit Rücken- und Brustflossen und erreichen lediglich etwa 0,016 km/h.

4. Faultier: Gemütlich lebt sich gut

Zu den bekanntesten Langsam-Tieren zählt das Dreifinger-Faultier aus Mittel- und Südamerika. In den Baumkronen bewegt es sich mit rund 0,24 km/h, am Boden sogar noch langsamer. Dazu passt sein Lebensstil: Faultiere schlafen bis zu 16 Stunden täglich.

5. Galapagos-Riesenschildkröte: Gemächlicher Gigant

Die Galapagos-Riesenschildkröte bringt es trotz ihrer Größe nur auf etwa 0,3 km/h. Ihr schwerer Panzer macht schnelle Bewegungen nahezu unmöglich. Berühmt wurde „Lonesome George“, der letzte Vertreter einer Unterart, der im Alter von rund 100 Jahren starb.

6. Manati: Der sanfte Langsam-Schwimmer

Auch Rundschwanzseekühe, besser bekannt als Manatis, gehören zu den gemütlichen Tieren. Die bis zu 500 Kilogramm schweren Pflanzenfresser treiben mit etwa 3 bis 5 km/h durchs Wasser und verbringen viele Stunden mit Fressen und Ruhen.

7. Plumplori: Langsamkeit als Vorteil

Der langsame Plumplori aus Südostasien verdankt seinen Namen seiner vorsichtigen Bewegungen. In den Baumkronen schleicht er oft nahezu lautlos und in Zeitlupe, um Fressfeinden nicht aufzufallen. Bei Gefahr kann er allerdings deutlich schneller werden. Zudem zählt er zu den wenigen giftigen Säugetieren.

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