Vanessa Gamez kommen die Tränen, wenn sie über ihre Tochter Ana Ameli spricht. Im Juli letzten Jahres war die 19-Jährige in den Vulkanbergen von Ajusco wandern gegangen, nur zehn Kilometer entfernt vom Aztekenstadion in Mexiko-Stadt. Sie kam nie zurück.
Zahl der Verschwundenen steigt
In Mexiko sind über 135.000 Menschen verschwunden. Viele Angehörige werfen der Regierung Untätigkeit vor und nutzen die WM-Bühne für Proteste. Vanessa Gamez ist eine von ihnen. Sie und tausende andere Mütter suchen ihre Kinder, während das Land Fußball feiert.
Proteste während der WM
Die Mütter organisieren Mahnwachen und Demonstrationen, um auf ihr Schicksal aufmerksam zu machen. Sie fordern mehr Einsatz von den Behörden bei der Suche nach den Vermissten. Die WM bietet ihnen eine internationale Plattform, um ihre Botschaft zu verbreiten.
Die Regierung steht in der Kritik, nicht genug zu tun. Die Angehörigen fühlen sich allein gelassen. Vanessa Gamez hofft, dass die Öffentlichkeit ihr helfen kann, Antworten zu finden.



