Bei einer Demonstration zum palästinensischen Nakba-Gedenktag in Berlin-Kreuzberg ist es zu schweren Ausschreitungen gekommen. Ein Polizist wurde nach Angaben der Polizei von Demonstranten in die Menge gerissen und anschließend getreten. Er musste im Krankenhaus behandelt werden.
Insgesamt wurden bei dem Einsatz zehn Beamte verletzt. Die Polizei spricht von erheblichen Gewalttätigkeiten aus der Menge heraus. Es gab mehr als 50 Festnahmen wegen verschiedener Delikte, darunter tätlicher Angriff, gefährliche Körperverletzung und Landfriedensbruch. Auch Teilnehmer der Demonstration wurden verletzt und in Krankenhäuser gebracht.
An der Kundgebung nahmen rund 1.100 Menschen teil. Einige warfen Dosen und andere Gegenstände auf Polizisten und bespritzten sie mit roter Farbe. Am frühen Abend setzte die Polizei einen Wasserwerfer ein und löste die Versammlung auf.
Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) verurteilte den Angriff auf den Polizisten als feigen, brutalen Gewaltakt. Wer Einsatzkräfte angreife, greife den Rechtsstaat an.
Der Nakba-Gedenktag am 15. Mai erinnert an die Flucht und Vertreibung Hunderttausender Palästinenser während des ersten arabisch-israelischen Kriegs ab 1947.



