New York City rüstet sich gegen eine extreme Hitzewelle, die Temperaturen von bis zu 40 Grad Celsius bringen soll. Bürgermeister Zohran Mamdani sprach von einer „lebensbedrohlichen Hitze“ und rief die Bevölkerung zu Vorsichtsmaßnahmen auf. Die Stadt hat bereits zahlreiche öffentliche Einrichtungen zu Abkühlräumen erklärt und zusätzliche Kühlstationen für Arbeiter im Freien eingerichtet. In Parks und auf Plätzen sollen Sprühventilatoren für Erfrischung sorgen.
Maßnahmen der Stadtverwaltung
Die Stadtverwaltung wies darauf hin, dass die örtlichen Feuerwehren kostenlose Sprühkappen verleihen, mit denen Hydranten an Straßenrändern in Fontänen für Kinder verwandelt werden können. Bibliotheken und andere öffentliche Gebäude stehen als kühle Rückzugsorte offen. „Uns erwartet möglicherweise der zweitheißeste Tag in der Geschichte von New York City seit mehr als einem Jahrzehnt“, sagte Mamdani.
Hitzetote in der Vergangenheit
Laut Stadtverwaltung starben im vergangenen Jahr 19 Menschen in New York City infolge einer Rekordhitze im Juni. Im Zeitraum von 2016 bis 2025 wurden im Schnitt sieben Todesfälle pro Jahr durch direkten Hitzestress verursacht. Von 2014 bis 2023 gab es zudem durchschnittlich etwa 490 indirekt durch Hitze verursachte Todesfälle pro Jahr, bei denen extreme Wärme Vorerkrankungen verschlimmerte. Diese hitzebedingten Todesfälle machen schätzungsweise etwa drei Prozent aller Todesfälle in den warmen Monaten von Mai bis September aus.
Auswirkungen auf die Fußball-WM
Die Hitzewelle trifft auch Fans und Spieler der Fußball-Weltmeisterschaft. Im Achtelfinale treffen in East Rutherford Brasilien und Norwegen aufeinander – bei prognostizierten 34 Grad Celsius. Zum Sonntag hin sollen die Temperaturen leicht sinken, bleiben aber weiterhin hoch.
Hitzeglocke über den USA und Kanada
Nicht nur New York leidet unter der Hitze. Der Nationale Wetterdienst warnt in weiten Teilen der zentralen und östlichen USA vor gefährlicher Hitze mit Rekordtemperaturen und hoher Luftfeuchtigkeit. Auch für Teile von Ontario und Quebec in Kanada warnen Behörden vor starker Hitze. Grund für die teilweise gefährlich hohen Temperaturen ist laut Experten das Wetterphänomen der Hitzeglocke, das kürzlich auch in Mittel- und Westeuropa für außergewöhnlich hohe Temperaturen gesorgt hat.



