Pamela Anderson, die einstige „Baywatch“-Ikone, hat sich klar gegen den Jugendwahn in Hollywood positioniert. Im Gespräch mit dem US-Magazin „People“ erklärte die 59-Jährige, dass sie ihr Gesicht nicht mehr mit Unmengen an Cremes und Seren vollklatschen werde. „Reife Haut ist nichts, wogegen man ankämpfen muss, sondern etwas, das man pflegen sollte“, sagte Anderson. Sie betonte: „Weniger ist mehr. Man braucht keine komplizierte Routine und auch keine Dutzende von Produkten.“
Eigene Skincare-Linie als Alternative
Anderson nutzte das Interview auch, um für ihre eigene vegane Hautpflegemarke zu werben. Diese Produkte sollen die Haut pflegen, aber „das feiern, was du bist, und nicht das, wozu die Gesellschaft dich verführen will“. Trotz des offensichtlichen Product-Placements wirken ihre Aussagen authentisch, da sie seit fast drei Jahren in der Öffentlichkeit meist komplett ohne Make-up auftritt.
Widerstand aus dem engsten Umfeld
Dieser Schritt stieß in ihrem Umfeld auf Widerstand. Sowohl ihre Söhne als auch ihre Agenten hätten ein Glamourteam für die Schauspielerin gefordert. Anderson ließ sich davon jedoch nicht beeindrucken: „Ich weiß selbst, wie ich ein Kleid anziehe. Ich brauche niemanden, der mir die Bluse zuknöpft. Ich schaffe das.“
Wandel vom Sexsymbol zur natürlichen Ikone
Anderson galt lange als Sexsymbol der 1990er-Jahre, vor allem durch ihre Rolle in „Baywatch“. Ein geleaktes Sextape mit ihrem Ex-Mann Tommy Lee prägte jahrelang ihr öffentliches Bild. Nach turbulenten Jahren zog sie sich nach Kanada zurück, um sich auf sich selbst zu besinnen. „Man könnte sagen, dass es eine Art Heimkehr war, um mein Leben zu betrachten und mich daran zu erinnern, wer ich war – nicht, was andere Leute mir sagten, wer ich war“, erklärte Anderson. „Ich wollte nicht, dass irgendetwas, das mir passiert war, mich definierte.“
Ein Statement gegen gesellschaftlichen Druck
Andersons Haltung ist ein klares Statement gegen den Druck, dem insbesondere Frauen in der Unterhaltungsbranche ausgesetzt sind, jung und makellos auszusehen. Sie selbst habe gelernt, dass weniger oft mehr sei – sowohl bei der Hautpflege als auch im Leben. Mit ihrer veganen Linie wolle sie eine Alternative bieten, die nicht auf jugendliche Perfektion, sondern auf gesunde Pflege setzt.



