Ein spektakuläres Ritual hat sich in Indien zugetragen: Ein Hindu-Priester lief barfuß über ein großes Flammenmeer aus glühender Kohle. Die Aufnahmen zeigen den Mann, der scheinbar unverletzt durch die Glut schreitet, die eine Temperatur von rund 13800 Grad erreicht haben soll. Das Ereignis fand im Rahmen des Holika-Dahan-Festes statt, das traditionell die Verbrennung der Dämonin Holika symbolisiert und den Sieg des Guten über das Böse feiert.
Ritual mit jahrhundertealter Tradition
Der Holika-Dahan-Ritus wird in vielen Teilen Indiens praktiziert. Dabei wird ein großes Feuer entzündet, über das Gläubige – oft Priester oder besonders mutige Anhänger – barfuß laufen. Der Glaube besagt, dass die göttliche Kraft die Teilnehmer vor Verbrennungen schützt. In diesem Fall dokumentierte ein Video, wie der Priester scheinbar schmerzfrei über die glühenden Kohlen ging. Die genauen Umstände, wie der Priester die extreme Hitze unbeschadet überstand, sind nicht bekannt. Mediziner erklären solche Phänomene teils mit der kurzen Kontaktzeit und der geringen Wärmeleitfähigkeit der Kohle, während Gläubige die göttliche Protektion betonen.
Kritik an gefährlichen Praktiken
Immer wieder gibt es Diskussionen über die Sicherheit solcher Rituale. Während viele Hindus darin einen tiefen Ausdruck ihres Glaubens sehen, warnen Kritiker vor den Gesundheitsrisiken. Schwere Verbrennungen sind keine Seltenheit. Das Video des Priesters, der das Flammenmeer durchquert, hat in sozialen Medien sowohl Bewunderung als auch Besorgnis ausgelöst. Das Holika-Dahan-Fest markiert den Vorabend des farbenfrohen Holi-Festes, bei dem die Menschen mit Farben und Wasser feiern.



