Zum Auftakt der Fußball-Weltmeisterschaft haben protestierende Lehrer und Angehörige von Vermissten in verschiedenen Regionen Mexikos die internationale Aufmerksamkeit genutzt, um auf ihre Anliegen aufmerksam zu machen. In Mexiko-Stadt gingen radikale Mitglieder der Lehrergewerkschaft CNTE auf die Straße, um gegen eine umstrittene Rentenreform zu protestieren und deren Rücknahme zu fordern.
Protestmarsch für vermisste Angehörige
Angehörige von Vermissten veranstalteten einen Protestmarsch, bei dem sie schnellere Ermittlungen und Gerechtigkeit für ihre Familienmitglieder forderten. In Mexiko gelten rund 130.000 Menschen als vermisst, viele von ihnen sind vermutlich Opfer der organisierten Kriminalität geworden.
Blockaden in Chiapas und Oaxaca
Im südlichen Bundesstaat Chiapas strandeten Dutzende Passagiere, nachdem protestierende Lehrer Teile des internationalen Flughafens nahe der Provinzhauptstadt Tuxtla Gutiérrez besetzten, wie der Fernsehsender Milenio TV berichtete. Im Bundesstaat Oaxaca übernahmen CNTE-Mitglieder die Kontrolle über Mautstationen und ein Logistikzentrum des staatlichen Erdölkonzerns Pemex.
Weitere Protestaktionen in Guerrero und Tijuana
Im Bundesstaat Guerrero demonstrierten die protestierenden Lehrer auf verschiedenen Landstraßen der Region und kündigten die Blockade von Banken in der Hauptstadt Chilpancingo an. In Tijuana im Norden des Landes blockierten Demonstranten die Zufahrt zum Grenzübergang Otay zu den USA.
Diese Nachricht basiert auf Informationen der dpa.



