Rechtsextremer Gegenprotest bei CSD in Berlin-Marzahn: Mehrere Festnahmen
Rechtsextremer Gegenprotest bei CSD in Marzahn: Festnahmen

Beim Christopher Street Day (CSD) in Berlin-Marzahn ist es am Sonnabend zu rechtsextremen Gegenprotesten gekommen, bei denen die Polizei mehrere Personen festnahm. Laut Polizeiangaben wurden die Beamten wegen Beleidigungen und Körperverletzungen tätig. Zudem gab es einen Vorfall mit dem Queerbeauftragten des Landes Berlin, Alfonso Pantisano, der von einem Gegendemonstranten attackiert wurde.

Rund 1000 Teilnehmer für queere Sichtbarkeit

Die CSD-Demonstration in Marzahn zog nach Schätzungen der Polizei rund 1000 Teilnehmer an, die für die Rechte und Sichtbarkeit queerer Menschen in dem Randbezirk eintraten. Die Veranstaltung verlief weitgehend friedlich, wurde jedoch von einer Gruppe Rechtsextremer gestört, die mit Parolen wie „Verpiss dich in dein Land“ gegen die Demonstranten hetzten.

Die Polizei griff ein, als die Gegendemonstranten versuchten, die Route der CSD-Teilnehmer zu blockieren. Mehrere Personen wurden vorübergehend festgenommen, darunter auch ein Mann, der den Queerbeauftragten Pantisano angespuckt und beleidigt haben soll. Die Ermittlungen zu den Vorfällen dauern an.

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CSD in Marzahn: Symbol für Toleranz und Widerstand

Der CSD in Marzahn findet seit mehreren Jahren statt und gilt als wichtiges Zeichen für Akzeptanz und Vielfalt in einem Bezirk, der immer wieder durch rechtsextreme Vorfälle auffällt. Die Organisatoren betonten, dass sie sich von den Gegenprotesten nicht einschüchtern lassen. „Wir lassen uns nicht vertreiben. Unser CSD ist ein Statement für eine offene Gesellschaft“, sagte eine Sprecherin der Veranstalter.

Die Polizei kündigte an, die Sicherheitsmaßnahmen bei künftigen Veranstaltungen zu verstärken, um solche Übergriffe zu verhindern. Der Queerbeauftragte Pantisano erklärte, er werde die Anzeige gegen den Angreifer stellen. „Solche Angriffe dürfen nicht ungestraft bleiben“, so Pantisano.

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