Die Corona-Pandemie traf Deutschland unvorbereitet. Mehr als sechs Jahre nach dem Ausbruch der globalen Gesundheitskrise erinnern Ärzte die Politik an gebrochene Versprechen. Auf dem Deutschen Ärztetag wurde eindringlich vor erneuten Versäumnissen gewarnt.
Eine Kommission soll die Fehler aufarbeiten
Eine eigens eingesetzte Kommission soll helfen, die richtigen Lehren aus den Fehlern der Pandemiebekämpfung zu ziehen. Doch viele Mediziner zweifeln, ob die Politik wirklich bereit ist für die nächste Krise.
Die Anfänge der Pandemie
Im Dezember 2019 gab es erste Meldungen über eine rätselhafte Lungenkrankheit in Wuhan, China. Was folgte, war eine Pandemie, die laut WHO über sieben Millionen Menschen das Leben kostete. Deutschland und die Welt waren schlecht vorbereitet. Der nationale Pandemieplan von 2016/2017 erwies sich als lückenhaft. Es gab keinen Impfstoff, etablierte Verfahren im Gesundheitssystem versagten.
Unter dem Druck unvollständiger Erkenntnisse traf die Regierung Entscheidungen, die sich später als falsch herausstellten. Die Frage bleibt: Wie steht es heute um die Vorbereitung? Wären wir gewappnet, wenn morgen eine neue Pandemie ausbräche?
Der Ärztetag fordert konkrete Maßnahmen und mehr Investitionen in den öffentlichen Gesundheitsdienst. Die Politik müsse ihre Versprechen endlich einlösen, so die Kritik.



