Schulranzen-Spendenaktion in Potsdam: Awo und Grüne sammeln für arme Familien
Schulranzen-Spendenaktion in Potsdam: Awo und Grüne sammeln

Das Potsdamer Büro Kinderarmut der Arbeiterwohlfahrt (Awo) und der Bundestagsabgeordnete der Grünen, Andreas Lübcke, starten auch in diesem Sommer einen Spendenaufruf für neue oder neuwertige Schulranzen und Schulmaterialien. Die Spenden sollen Kindern aus bedürftigen Potsdamer Familien vor dem Schulstart übergeben werden, wie Lübcke mitteilte. Damit wird eine mehrjährige Tradition fortgesetzt, die bislang von Bundesaußenministerin Annalena Baerbock begleitet wurde.

Einschulung als emotionale Herausforderung

„Die Einschulung gehört für Kinder zu den aufregendsten Tagen überhaupt“, wird Awo-Bezirksvorstandschefin Angela Schweers zitiert. „Doch manche Kinder spüren an ihrem großen Tag gleich, dass sie nicht dazugehören, weil zu Hause das Geld für Schulranzen und Turnbeutel fehlt. Kinderarmut hat viele Gesichter.“ Ein guter Start in die Schule dürfe nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen, betont Lübcke.

Hohe Kosten für Schulausstattung

Die Kosten für Schulranzen, Federtaschen, Brotdosen, Trinkflaschen, Turnbeutel und Sportsachen beliefen sich auf durchschnittlich rund 450 Euro, heißt es in der Mitteilung. Für arme oder von Armut bedrohte Familien sei das oft kaum zu stemmen. Die Spendenaktion soll hier Abhilfe schaffen und allen Kindern einen gleichberechtigten Schulstart ermöglichen.

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So kann man helfen

Gespendet werden können neue oder neuwertige Schulranzen sowie Materialien für Erstklässler. Diese können bis Mitte August im Regionalbüro von Lübcke in der Charlottenstraße 90/91 abgegeben werden. Das Büro ist montags von 14 bis 16 Uhr sowie donnerstags von 10 bis 12 Uhr besetzt. Weitere Termine können telefonisch unter (0331) 887 1056 vereinbart werden. Weitere Abgabestellen sind das Awo-Büro Kinderarmut in den Bahnhofspassagen im 5. Obergeschoss im Westturm sowie die Awo-Geschäftsstelle in der Neuendorfer Straße 39b.

Die Aktion läuft bereits seit mehreren Jahren und wird von der Bevölkerung gut angenommen. Im vergangenen Jahr konnten zahlreiche Kinder mit neuen Ranzen und Materialien ausgestattet werden. Die Organisatoren hoffen auch in diesem Jahr auf eine rege Beteiligung, um möglichst vielen Familien helfen zu können.

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