Skandal um US-Konsulat in Mailand: Arbeiter ausgebeutet
Skandal um US-Konsulat in Mailand: Arbeiter ausgebeutet

Ein Millionenprojekt der USA sorgt in Mailand für einen Skandal. Arbeiter aus Kenia und Indien berichten, sie hätten Stundenlöhne von umgerechnet weniger als 1,80 Euro erhalten. Die Bauarbeiter schuften demnach zehn Stunden am Tag für einen Hungerlohn. Das berichtet die Nachrichtenagentur AP.

Ausbeutung beim Bau des US-Konsulats

Der Bau des neuen US-Konsulats in Mailand, ein Prestigeprojekt der Vereinigten Staaten, steht im Zentrum eines schwerwiegenden Arbeitsrechtskandals. Laut Aussagen betroffener Arbeiter aus Kenia und Indien wurden sie über Monate hinweg systematisch ausgebeutet. Die Stundenlöhne lagen bei umgerechnet weniger als 1,80 Euro – weit unter dem italienischen Mindestlohn und den internationalen Standards.

Arbeitsbedingungen unter der Lupe

Die Arbeiter berichten von täglichen Schichten von bis zu zehn Stunden, oft ohne ausreichende Pausen oder Schutzausrüstung. Untergebracht wurden sie in überfüllten und unhygienischen Quartieren. Die zuständigen Behörden in Italien haben Ermittlungen eingeleitet. Auch die US-Botschaft in Rom wurde mit dem Fall konfrontiert, betont jedoch, dass die Bauarbeiten von einem privaten Auftragnehmer durchgeführt werden.

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Reaktionen und Folgen

Der Skandal hat in Italien und international für Empörung gesorgt. Gewerkschaften und Menschenrechtsorganisationen fordern eine lückenlose Aufklärung und die Bestrafung der Verantwortlichen. Die US-Regierung steht nun unter Druck, ihre Vergabepraktiken für Bauprojekte im Ausland zu überprüfen. Der Fall wirft ein Schlaglicht auf die oft prekären Arbeitsbedingungen auf Großbaustellen, selbst bei prestigeträchtigen Projekten.

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