SPIEGEL+ Paywall: Artikel nach 30 Tagen oder 10 Aufrufen gesperrt
SPIEGEL+ Paywall: Artikel nach 30 Tagen oder 10 Aufrufen gesperrt (15.07.2026)

SPIEGEL+ führt neue Zugriffsbeschränkung ein

Der Spiegel hat seine Paywall-Strategie verschärft: Artikel, die älter als 30 Tage sind oder bereits zehnmal geöffnet wurden, sind nun für Nicht-Abonnenten nicht mehr zugänglich. Wer dennoch darauf zugreifen möchte, muss ein Digital-Abo abschließen. Dies betrifft sowohl die Webseite als auch die App.

Die Maßnahme gilt für alle Inhalte, die hinter der Bezahlschranke von SPIEGEL+ liegen. Nutzer, die auf einen gesperrten Artikel klicken, sehen eine Meldung: „Der Link, der Ihnen geschickt wurde, ist entweder älter als 30 Tage oder der Artikel wurde bereits 10 Mal geöffnet.“ Anschließend werden sie aufgefordert, ein Abo zu erwerben.

Preismodell und Abo-Optionen

SPIEGEL+ bietet mehrere Tarife an: Neukunden können das erste Monat für 1 Euro testen, danach kostet es 5,99 Euro pro Woche. Alternativ gibt es ein Jahresabo mit 25 Prozent Rabatt, das für 4,49 Euro pro Woche in den ersten 52 Wochen erhältlich ist, danach ebenfalls 5,99 Euro. Print-Abonnenten erhalten einen rabattierten Digitalzugang.

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Die Abos sind jederzeit kündbar und beinhalten den Zugriff auf alle S+-Artikel, die wöchentliche digitale Ausgabe des SPIEGEL als E-Paper sowie das Digital-Archiv. Zudem erhalten Abonnenten den S+-Newsletter.

Hintergrund der Änderung

Der Verlag reagiert damit auf die Notwendigkeit, digitale Inhalte zu monetarisieren. Die Beschränkung auf 30 Tage oder zehn Aufrufe ist eine gängige Praxis bei vielen Nachrichtenportalen, um die Zahl der kostenlosen Zugriffe zu begrenzen und Abonnements attraktiver zu machen.

Laut einer Studie der Unternehmensberatung Simon-Kucher & Partners haben bezahlte Nachrichtenangebote in Deutschland in den letzten Jahren deutlich an Bedeutung gewonnen. Der Spiegel selbst hat rund 500.000 Digital-Abonnenten (Stand 2023).

Reaktionen und Auswirkungen

Die Neuerung stieß bei einigen Lesern auf Kritik, da geteilte Links nach kurzer Zeit ungültig werden. Der Verlag betont jedoch, dass dies notwendig sei, um die journalistische Qualität zu finanzieren. „Wir investieren in hochwertigen Journalismus, der durch Abonnements unterstützt wird“, so ein Sprecher des SPIEGEL.

Für Nutzer, die kein Abo abschließen möchten, bleiben weiterhin ausgewählte Inhalte kostenlos zugänglich. Die genaue Anzahl der kostenlosen Artikel pro Monat ist jedoch nicht bekannt.

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