Tierische Kühlmethoden: Von Ohrenwedeln bis Schlammbad
Tierische Kühlmethoden: Ohrenwedeln und Schlammbad

Warum schwitzen Menschen, aber die meisten Tiere nicht?

Ist uns Menschen im Sommer heiß, schwitzen wir. Das ist zwar nicht immer angenehm, funktioniert aber hervorragend als Abkühlung für den Körper. Über die Schweißdrüsen gelangt Wasser aus dem Körper nach außen. Dort verdunstet es, und die Haut kühlt sich ab. Nur sehr wenige Tierarten können ähnlich wie Menschen am ganzen Körper schwitzen, Pferde zum Beispiel. Doch die allermeisten Tiere haben nur wenige oder keine Schweißdrüsen und müssen andere Wege finden, um sich abzukühlen.

Hecheln bei Hunden und tiefere Gewässer für Fische

Ist Hunden heiß, hecheln sie mit geöffnetem Maul und heraushängender Zunge. Dabei verdunstet Wasser, und Wärme wird abtransportiert. Andere Tiere haben simple, aber geniale Strategien: Fische etwa schwimmen einfach in tieferes Wasser – dort ist es kühler. Welche Tiere auch noch besonders raffinierte Methoden entwickelt haben, sich abzukühlen, steht im Folgenden.

Seesterne als lebende Kühlakkus

Einige Seesterne an der Westküste Nordamerikas leben auf Muschelbänken. Ist der Meeresspiegel bei Flut hoch, haben sie es im Wasser schön kühl. Bei Ebbe sitzen sie allerdings in der prallen Sonne auf dem Trockenen. Um nicht zu überhitzen, haben die Tiere eine besondere Methode entwickelt: Sie pumpen sich bei Flut mit kaltem Meerwasser voll. Das speichern sie über viele Stunden im Körperinneren. Beim nächsten Sonnenbad kühlt das Wasser sie von innen wie ein eingebauter Kühlakku.

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Elefanten: Ohren als Ventilator

Elefanten sind Experten darin, sich bei Hitze abzukühlen: Sie baden, besprühen sich mit Wasser und trotten in den Schatten. Eine Methode funktioniert besonders gut: Ohrenwedeln. Ist ihnen zu warm, fließt bei Elefanten mehr Blut in die Innenseite ihrer dünnhäutigen Ohren. Um die Wärme von dort abzutransportieren, fächern sie die Luft so immer wieder von der Körperoberfläche weg. Je größer die Ohren, desto besser klappt das. Weil Elefanten in Afrika mehr Hitze ertragen müssen, haben sie viel größere Ohren als asiatische Elefanten. Diese leben in Wäldern und haben es dort etwas kühler.

Schweine: Schlamm als Sonnencreme

Schweinen ist in der Sonne nicht nur heiß, viele Schweinerassen haben noch ein ganz anderes Problem: Sie haben sehr helle Haut, schweinchenrosa eben. In der prallen Sonne kann die leicht verbrennen. Ihre Lösung gegen Sonnenbrand: ein Bad im Schlamm. Der Matsch kühlt die Haut und bleibt als natürliche Sonnencreme kleben. Junge Ferkel, die noch nicht ins Schlammbad springen können, werden in manchen Zoos übrigens von den Tierpflegern extra mit Sonnencreme eingecremt.

Kap-Borstenhörnchen: Schwanz als Sonnenschirm

Das afrikanische Kap-Borstenhörnchen lebt dort, wo es richtig heiß wird: in den trockenen Regionen im Süden Afrikas. Dort gibt es wenig Bäume und deswegen kaum Schatten. Weil das Borstenhörnchen tagsüber aktiv ist, muss es auf der Suche nach Nahrung in der Wüstensonne umherdüsen. Wird ihm dabei zu heiß, stellt es einfach seinen Sonnenschirm auf, den es immer dabei hat – seinen langen, buschigen Schwanz.

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