Unwetter unterbricht Berlin Tennis Open: Finale droht Ausfall
Unwetter stoppt Berlin Tennis Open: Finale in Gefahr

Ein heftiges Gewitter mit Starkregen, Sturmböen und Hagel hat am Sonntagvormittag den Spielplan der Berlin Tennis Open durcheinandergebracht. Die Wassermassen überschwemmten Teile des Geländes, sodass die Veranstalter die Besucher evakuieren mussten. Die Berliner Feuerwehr rief den Ausnahmezustand aus.

Evakuierung nach Notfallplan

Pressesprecher Claus Frömming erklärte, dass die Besucher nach einem mit den Behörden abgestimmten Notfallplan im umliegenden Auerbachtunnel sowie im S-Bahnhof Grunewald untergebracht wurden. Auch die Journalisten erhielten die Anweisung, das Medienzentrum nicht zu verlassen. Wann die Veranstaltung fortgesetzt werden kann, war zunächst unklar. Das Gelände muss zunächst von den Wassermassen befreit und auf Gefahren wie Stromschläge oder Stolperfallen überprüft werden.

Finale könnte auf Montag verschoben werden

Je nach Wetterlage könnte das Gelände gegen 15:00 Uhr wieder freigegeben werden, sodass das Einzelfinale zwischen Jessica Pegula (USA) und Linda Noskova (Tschechien) ab 16:00 Uhr beginnen könnte. Sollte es jedoch erneut regnen, könnte das Finale laut Frömming auf Montag verschoben werden. Beide Spielerinnen hätten ihre Bereitschaft dafür signalisiert.

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Feuerwehr im Ausnahmezustand

Wegen der Wetterlage rief die Berliner Feuerwehr den Ausnahmezustand aus und forderte zusätzliche Einsatzkräfte an. Vier freiwillige Feuerwehren wurden in Bereitschaft versetzt, sodass insgesamt 600 Einsatzkräfte stadtweit zur Verfügung standen. Der Ausnahmezustand ermöglicht eine Priorisierung der Einsätze. Die Feuerwehr war vor allem mit der Beseitigung von Sturmschäden beschäftigt, etwa umgestürzten Bäumen oder herabhängenden Ästen. Zudem half sie bei überfluteten Kellern, wenn etwa der Hausanschlusskasten im Keller stand und Schaden drohte.

Verkehrsbeeinträchtigungen

Der öffentliche Nahverkehr in Berlin war ebenfalls betroffen. Die U2 war zwischen Zoologischer Garten und Potsdamer Platz unterbrochen, weil ein Ast auf den Gleisen lag. Auch die S-Bahn meldete witterungsbedingte Beeinträchtigungen auf mehreren Strecken, darunter die Hauptstrecke zwischen Friedrichstraße und Tiergarten sowie die Verbindungen zwischen Gesundbrunnen und Hauptbahnhof und zwischen Wedding und Gesundbrunnen. Die Deutsche Bahn empfahl, alternative Verkehrsmittel zu nutzen. Einige Freibäder stellten vorübergehend den Betrieb aus Sicherheitsgründen ein. Gegen 12:33 Uhr wurde die Unwetterwarnung für Berlin aufgehoben; das Gewitter zog laut Deutschem Wetterdienst nach Osten weiter.

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