Studie: Warum die meisten Partner heute fremdgehen – die häufigsten Gründe
Warum die meisten Partner heute fremdgehen

Rund jede zweite Frau und jeder zweite Mann hat Studien zufolge der Versuchung schon mindestens einmal nachgegeben und seinen Partner betrogen. Jeder vierte Deutsche tut es sogar regelmäßig. Die Motive für Untreue sind vielfältig, doch bestimmte Muster und Ausreden wiederholen sich.

Die häufigsten Gründe für Seitensprünge

Laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov geben 38 Prozent der Befragten an, dass mangelnde Aufmerksamkeit oder fehlende Zuneigung in der bestehenden Beziehung der Hauptgrund für einen Seitensprung sei. An zweiter Stelle folgt mit 27 Prozent die sexuelle Unzufriedenheit. Weitere 18 Prozent nennen schlichtweg Gelegenheit und Abenteuerlust als Auslöser.

Besonders auffällig: Sonntags steigt die Wahrscheinlichkeit für Untreue signifikant. Paartherapeutin Anna-Maria Schmidt erklärt: „Am Sonntag haben viele Menschen mehr Freizeit und Zeit für sich selbst. Das kann dazu führen, dass sie über ihre Beziehung nachdenken oder sich nach Abwechslung sehnen.“

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Beliebte Ausreden und Tarn-Tricks

Um Seitensprünge zu verschleiern, greifen Betrüger zu immer denselben Ausreden. Die häufigste ist laut einer Studie der Online-Plattform „Gleichklang“: „Ich muss heute länger arbeiten.“ 41 Prozent der untreuen Männer und 33 Prozent der untreuen Frauen nutzen diese Ausrede regelmäßig. Weitere Klassiker sind „Ich treffe mich mit Freunden“ (29 Prozent) oder „Ich bin beim Sport“ (22 Prozent).

Doch auch technische Tricks sind beliebt. So löschen 34 Prozent der Befragten regelmäßig ihre Chatverläufe, 28 Prozent nutzen separate Messengerdienste wie WhatsApp oder Signal mit einem zweiten Account. Jeder Fünfte schaltet sein Smartphone stumm oder legt es mit dem Bildschirm nach unten, um eingehende Nachrichten zu verbergen.

Welcher Typ Mensch ist besonders untreu?

Die Forschung zeigt, dass bestimmte Persönlichkeitstypen häufiger fremdgehen. Eine Langzeitstudie der Universität Hamburg identifizierte vor allem Menschen mit niedriger Impulskontrolle und hohem Sensation-Seeking-Trieb als risikobereiter. Auch Narzissten neigen laut der Studie überdurchschnittlich oft zu Untreue.

„Menschen, die ständig Bestätigung von außen suchen, sind besonders anfällig für Seitensprünge“, sagt Beziehungsexperte Dr. Markus Weber. „Sie genießen das Kribbeln des Neuen und die Aufmerksamkeit, die ihnen der Seitensprung verschafft.“

Die Auswertung der Daten zeigt zudem, dass Männer häufiger fremdgehen als Frauen – allerdings schrumpft der Abstand: Während 2010 noch 28 Prozent der Männer und 19 Prozent der Frauen angaben, untreu gewesen zu sein, sind es heute 32 Prozent der Männer und 27 Prozent der Frauen.

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