Mit dem spektakulären 6:4-Sieg im kleinen Finale der Weltmeisterschaft gegen Frankreich hat Englands Trainer Thomas Tuchel die anhaltende Kritik an seiner Person vorerst entkräftet. BBC-Experte und Ex-Nationalspieler Martin Keown äußerte sich nach dem Spiel deutlich: „Es wäre komplette Zeitverschwendung, wenn wir ihn nicht behalten würden. Ich denke, wir sollten ihn unterstützen.“ Diese Aussage unterstreicht den wachsenden Rückhalt für den deutschen Coach.
Kritik nach Halbfinal-Aus
Tuchel hatte nach dem Ausscheiden im Halbfinale gegen Argentinien harscher Kritik von Medien und Experten standhalten müssen. Die Stimmung vor dem Frankreich-Spiel war angespannt: Als Tuchels Foto auf der Anzeigetafel im Stadion von Miami eingeblendet wurde, schallten Buhrufe durch die Arena. Der Druck auf den 50-Jährigen war enorm, doch die Mannschaft reagierte auf dem Platz.
Tuchels Reaktion und Vertrauen der Spieler
„Das Beste, was du tun kannst, ist auf dem Platz zu reagieren und den nächsten Sieg holen. Alles andere ist nur reden und das bringt dir keine Punkte. Ich bin froh über die Reaktion und wie wir gespielt haben“, sagte Tuchel nach dem Spiel. England erzielte mit dem dritten Platz das beste WM-Ergebnis seit dem Titelgewinn 1966. Die Spieler stehen geschlossen hinter ihrem Trainer. Verteidiger Djed Spence von Tottenham Hotspur betonte: „Man wolle definitiv mit ihm weiterarbeiten. Er ist ein großartiger Trainer.“ Der 25-Jährige fügte hinzu: „Der dritte Platz ist ein Schritt in die richtige Richtung, und im nächsten Turnier bringen wir hoffentlich etwas nach Hause.“
Vertragslaufzeit und Zukunftsaussichten
Tuchels Vertrag mit dem englischen Verband FA läuft noch zwei Jahre, bis nach der Europameisterschaft in Großbritannien und Irland. Angesichts der sportlichen Entwicklung und des Rückhalts im Team gilt ein vorzeitiges Ende der Zusammenarbeit als unwahrscheinlich. Die Mannschaft hat gezeigt, dass sie unter Tuchel konkurrenzfähig ist und sich weiterentwickelt. Der Sieg gegen Frankreich war nicht nur ein Prestigeerfolg, sondern auch ein klares Signal an die Kritiker.



