Wenn Sex in der Beziehung fehlt: Diese vier Schritte können helfen
Wenn Sex fehlt: Vier Schritte zur Rettung der Intimität

Viele Paare lieben sich noch, aber der Sex bleibt aus. Laut den Paartherapeuten Gisbert Straden und Andrea Katz-Straden erleben sie immer häufiger, dass eines der natürlichsten Bedürfnisse verkümmert. „Sex wird zum Opfer von Alltagsstress und Workload“, so die Therapeuten. Die Folge: Einsamkeit, über die kaum jemand spricht. „Man liebt und vertraut einander, will bleiben – und schämt sich trotzdem dafür, dass das Begehren verschwunden ist.“

Die fünf tiefgehenden Gründe für fehlenden Sex

Die Therapeuten identifizieren fünf Hauptgründe, warum Paare keine sexuelle Intimität mehr erleben: unausgesprochene Erwartungen, Leistungsdruck, unterschiedliche Bedürfnisse nach Nähe, fehlende Kommunikation und Alltagsstress. „Kati wünscht sich nicht unbedingt Sex, aber Intimität. Klaus meint, Intimität müsse immer zu Sex führen. Manfred will Körperlichkeit ohne Leistungsdruck“, beschreiben Straden und Katz-Straden typische Konflikte.

Vier Schritte zur Wiederherstellung der Intimität

Die Paartherapeuten empfehlen einen strukturierten Ansatz: Erstens: Offene Gespräche ohne Vorwürfe führen. Zweitens: Druck aus dem Sex nehmen und nicht-sexuelle Berührungen fördern. Drittens: Gemeinsame Zeit ohne Ablenkungen schaffen. Viertens: Bei Bedarf professionelle Hilfe suchen. „Diese vier Schritte können helfen, die verlorene Nähe wiederzufinden“, betonen die Experten.

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Fallbeispiele aus der Praxis

„Seit drei Jahren haben wir keinen Sex mehr“, klagt Kati. „Früher konnten wir nicht genug voneinander bekommen“, sagt Hannah. Hannes, 36, fehlt der Sex seit zweieinhalb Jahren. In allen Fällen zeigt sich: Die Paare sehnen sich nach Nähe, schaffen es aber nicht, darüber zu sprechen. „Alle sehnen sich nach etwas – und schaffen es doch nicht, darüber zu sprechen“, fassen die Therapeuten zusammen.

Die Rolle der Scham und des Schweigens

Ein zentrales Problem ist die Scham. Viele Paare schämen sich für das Verschwinden des Begehrens, obwohl sie sich noch lieben. Diese Scham verhindert oft die notwendigen Gespräche. „So entsteht eine Einsamkeit, über die kaum jemand spricht“, erklären Straden und Katz-Straden. Sie ermutigen Paare, das Schweigen zu brechen und sich Hilfe zu holen.

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