Laut einer aktuellen AOK-Studie ist Sachsen-Anhalt das Bundesland mit den meisten von Adipositas betroffenen Menschen. Im Jahr 2023 litten 13,4 Prozent der Bevölkerung an Fettleibigkeit, was über 290.000 Patientinnen und Patienten entspricht. Der bundesweite Durchschnitt liegt bei 10,2 Prozent.
Besonders betroffen ist der Landkreis Mansfeld-Südharz mit einem Anteil von 15,6 Prozent. Es folgen Anhalt-Bitterfeld (14,9 Prozent) sowie Harz und Jerichower Land mit jeweils rund 14,7 Prozent. Die wenigsten Fälle verzeichnet Stendal mit 10,7 Prozent.
Die Barmer Krankenkasse meldet für 2024 einen Anstieg der diagnostizierten Adipositas-Fälle in Sachsen-Anhalt auf 13,8 Prozent (294.500 Personen). 2014 lag dieser Wert noch bei 11,5 Prozent (257.200 Personen). Auch Kinder sind betroffen: 6,1 Prozent der Vorschulkinder im Land sind fettleibig, was dem Vor-Corona-Niveau von 2018 entspricht.
Adipositas ist eine chronische Krankheit, die mit schwerwiegenden Folgeerkrankungen wie Diabetes Typ 2, Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Erkrankungen einhergeht. Forschende fordern eine Großinitiative, die unter anderem eine Zuckersteuer, mehr Bewegung und den Einsatz von Abnehmspritzen umfassen soll.



