Analkrebs mit 36: Lena Schäfer kämpft gegen Fehldiagnose und Krebs
Analkrebs mit 36: Lena Schäfers Kampf gegen Fehldiagnose

Lena Schäfer aus Gelsenkirchen hat mit 36 Jahren die Diagnose Analkrebs erhalten – eine Erkrankung, die ihr Leben von Grund auf verändert hat. Die junge Mutter zweier Kinder litt monatelang unter starken Schmerzen, die von Ärzten zunächst nicht ernst genommen wurden. Statt einer gezielten Behandlung bekam sie lediglich Salben und Zäpfchen verschrieben. Erst nach mehreren Arztbesuchen wurde der Tumor im Analkanal entdeckt. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Krebs bereits gestreut.

Die ersten Symptome nach der Geburt

Im Oktober 2021 brachte Lena Schäfer ihr zweites Kind zur Welt. Die Freude über die gesunde Tochter war groß, doch nur wenige Monate später traten erste Beschwerden auf. „Meine Tochter war wenige Monate alt, da spürte ich immer öfter Druckschmerzen im Darmbereich“, erinnert sich die heute 40-Jährige. Anfangs dachte sie, es handele sich um typische Nachwirkungen der Entbindung. Doch die Schmerzen wurden stärker und beeinträchtigten ihren Alltag erheblich. „Ich konnte vor Schmerzen kaum sitzen und ohne Schmerztabletten gar nicht mehr schlafen“, berichtet sie.

Fehldiagnose und Verzögerung

Die Ärzte, die Lena aufsuchte, schienen die Symptome nicht ernst zu nehmen. Sie erhielt Salben und Zäpfchen, doch die Beschwerden blieben. „Ich bekam Salben und Zäpfchen, aber nichts half“, sagt sie. Erst als sie auf einen Spezialisten traf, wurde die wahre Ursache erkannt: ein Tumor im Analkanal. Die Diagnose Analkrebs war ein Schock. „Mit 36 bekommt man nicht die Diagnose Krebs – schon gar nicht Analkrebs“, so Lena.

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Die auszehrende Behandlung

Nach der Diagnose begann für Lena eine lange und kräftezehrende Behandlung. Sie musste sich einer Kombination aus Chemotherapie und Bestrahlung unterziehen. Die Therapie forderte ihren Tribut: Sie litt unter Übelkeit, Erschöpfung und Schmerzen. „Die Behandlung war extrem anstrengend. Ich habe viel Gewicht verloren und war oft zu schwach, um mich um meine Kinder zu kümmern“, erzählt sie. Trotz aller Strapazen kämpfte sie weiter – für sich und ihre Familie.

Die Folgen der Erkrankung

Die Krebserkrankung hat weitreichende Folgen für Lena. Auch nach der Behandlung leidet sie unter Spätfolgen, die ihren Alltag beeinträchtigen. „Ich habe immer noch mit den Nebenwirkungen zu kämpfen. Meine Verdauung ist gestört, und ich habe chronische Schmerzen“, berichtet sie. Dennoch gibt sie nicht auf. Sie möchte anderen Betroffenen Mut machen und auf die Symptome von Analkrebs aufmerksam machen. „Es ist wichtig, dass man seine Beschwerden ernst nimmt und sich nicht mit einer Fehldiagnose zufriedengibt“, appelliert sie.

Hintergrund: Analkrebs

Analkrebs ist eine seltene Krebserkrankung, die im Analkanal entsteht. Zu den Symptomen gehören Schmerzen, Juckreiz, Blutungen und Veränderungen des Stuhlgangs. Die Erkrankung wird oft erst spät erkannt, da die Symptome leicht mit Hämorrhoiden oder anderen harmlosen Beschwerden verwechselt werden können. Eine frühzeitige Diagnose ist jedoch entscheidend für den Behandlungserfolg. Lena Schäfer hofft, dass ihre Geschichte dazu beiträgt, das Bewusstsein für diese Krankheit zu schärfen.

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