Brandenburger Organspenden gehen 2026 leicht zurück
Brandenburger Organspenden leicht rückläufig

Leichter Rückgang der Organspenden in Brandenburg

In Brandenburg sind in den ersten fünf Monaten des Jahres 2026 etwas weniger Organe gespendet worden als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Wie die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) mitteilte, wurden von Januar bis Mai insgesamt 31 Spenderorgane registriert. Im Vergleichszeitraum 2025 waren es 33 Organe. Allerdings hatte es von 2024 auf 2025 eine deutliche Steigerung von 15 auf 33 gegeben, also mehr als eine Verdopplung.

Bundesweiter Trend: Mehr Organspenden, aber weiterhin Engpässe

Bundesweit zeigt sich ein positiverer Trend: In den ersten fünf Monaten des Jahres 2026 wurden 1.405 Spenderorgane registriert, etwa zwölf Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum (1.253). Trotz dieses Anstiegs reichen die Spenderorgane nicht aus, um allen Patienten auf den Wartelisten zu helfen. Während rund 3.150 Menschen ein Organ erhielten, standen etwa 8.200 Menschen auf der Warteliste. In Brandenburg warten über 330 Menschen auf ein Spenderorgan. Da es im Bundesland kein Transplantationszentrum gibt, ist nicht erfasst, wie viele Brandenburger tatsächlich ein Organ erhalten haben.

Diskussion um Widerspruchsregelung

In Deutschland müssen Verstorbene zu Lebzeiten oder ihre Angehörigen einer Organentnahme explizit zustimmen. Eine Gruppe von Abgeordneten aus verschiedenen Fraktionen fordert nun eine grundlegende Neuregelung: Ab 2030 soll jeder volljährige und einwilligungsfähige Mensch automatisch als Organspender gelten, es sei denn, er hat zu Lebzeiten widersprochen. Diese sogenannte Widerspruchsregelung könnte die Zahl der Spenderorgane erhöhen. Allerdings zeichnet sich im Bundestag eine ethische Debatte ab, bei der die üblichen Fraktionsgrenzen keine Rolle spielen. Eine andere Politikergruppe warnt vor einem solchen Schritt und bezeichnet ihn als Grundrechtseingriff.

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