Entzündungsarme Ernährung senkt Demenzrisiko laut Studie um bis zu 29 Prozent
Entzündungsarme Ernährung senkt Demenzrisiko um 29 Prozent

Studie belegt: Entzündungsarme Ernährung senkt Demenzrisiko deutlich

Eine große Langzeitstudie aus Schweden hat einen signifikanten Zusammenhang zwischen entzündungsarmer Ernährung und einem verringerten Demenzrisiko festgestellt. Besonders Menschen ab 60 Jahren, die bereits frühe Alzheimer-Biomarker im Blut aufweisen, könnten von dieser Ernährungsweise profitieren. Die Studie ergab, dass eine konsequent entzündungsarme Ernährung das Demenzrisiko um bis zu 29 Prozent senken kann.

Hintergrund und Methodik der Studie

Forscher der Universität Göteborg untersuchten 1865 Personen ab 60 Jahren, die zu Studienbeginn keine Demenzdiagnose hatten. Über einen Zeitraum von bis zu 15 Jahren dokumentierten sie die Ernährungsgewohnheiten der Teilnehmer und analysierten Blutproben auf Alzheimer-typische Biomarker wie p-tau217, NFL und GFAP. Drei Ernährungsmuster wurden verglichen: die mediterrane Ernährung, eine allgemein gesunde Ernährung und eine speziell entzündungsarme Ernährung.

Ergebnisse: Stärkster Effekt bei entzündungsarmer Ernährung

Während der Nachbeobachtungszeit erkrankten 240 Teilnehmer an Demenz. Die Analyse zeigte, dass eine höhere Ernährungsqualität generell mit einem geringeren Demenzrisiko einherging. Der stärkste Zusammenhang wurde jedoch bei der entzündungsarmen Ernährung beobachtet. Bei Personen mit erhöhten p-tau217-Werten, einem Marker für Alzheimer-Veränderungen, war eine entzündungsarme Ernährung mit einem um bis zu 29 Prozent niedrigeren Demenzrisiko verbunden. Auch bei den Biomarkern NFL (Nervenzellschäden) und GFAP (Veränderungen von Stützzellen im Gehirn) zeigten sich ähnliche Effekte. Teilnehmer mit erhöhten Biomarkerwerten, die sich entzündungsarm ernährten, blieben zudem im Durchschnitt länger demenzfrei.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Einordnung und Einschränkungen der Studie

Die Autoren der Studie betonen, dass es sich um eine Beobachtungsstudie handelt. Sie könne Zusammenhänge aufzeigen, aber keinen kausalen Ursache-Wirkungs-Zusammenhang zwischen Ernährung und Demenz belegen. Zudem basierten die Ernährungsangaben auf Fragebögen, die ungenau sein können. Trotz dieser Einschränkungen liefern die Ergebnisse einen wichtigen Hinweis: Eine entzündungsarme Ernährung könnte auch dann mit einem geringeren Demenzrisiko verbunden sein, wenn bereits frühe biologische Anzeichen für Alzheimer oder andere neurodegenerative Veränderungen nachweisbar sind.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration